Engagement gegen Neutralität?: MGF in Kulmbach in der Kritik bei CSU, FW und BBV

Am MGF in Kulmbach debattiert man gerade über die Meinungsfreiheit. Denn seit der Elternbeirat der Schule und die Fachschaft Biologie sich für das Volksbegehren Artensterben stark machen, gibt’s Ärger – das hat die Bayerische Rundschau erfahren. Die Schule hat Anrufe und E-Mails vom BBV erhalten, von CSU- und Freie Wähler-Politikern und, so die Bayerische Rundschau, wurde auch im Kultusministerium angeschwärzt. Der Vorwurf: das Gymnasium habe seine Neutralitätspflicht verletzt.

Der Hintergrund:
Das Volksbegehren ‚Rettet die Artenvielfalt‘ ist von der ödp initiiert worden und wird von vielen Verbänden und Organisationen unterstützt. Das MGF in Kulmbach seinerseits ist anerkannte Umweltschule, macht sich stark für Mülltrennung und Streuobstwiesen und will heuer eine so genannte Bienenweide anlegen.

Der BBV sieht Stimmungsmache gegen die konventionelle Landwirtschaft und befürchtet, dass Flächen für die Bewirtschaftung wegfallen, sollten die Forderungen aus dem Volksbegehren in Bayern umgesetzt werden.

Schuldirektor Pfadenhauer hat inzwischen Gespräche mit Vertretern des BBV geführt und wie er sagt, Irritationen ausgeräumt, man werde demnächst gemeinsame Aktionen machen
Bernd Rosemann, der Elternbeiratsvorsitzende, kritisiert die, wie er sagt, verdeckte Einflussnahme von außen und nennt es in der Bayerischen Rundschau unanständig, Hintenrum Druck auszuüben.