Enteignung war rechtens: Verwaltungsgericht weist Klage von Tony Gentsch ab

Ist die Enteignung eines Hauses in Oberprex bei Regnitzlosau durch das Bayerische Innenministerium vor vier Jahren rechtmäßig gewesen oder nicht? Die bayerische Staatsregierung sagt, das Anwesen hätten Neonazis jahrelang für ihre rechten Machenschaften genutzt. Diese Woche hatte das Verwaltungsgericht Bayreuth eine Klage gegen die Enteignung des bekannten Neonazis Tony Gentsch und seiner Mutter auf dem Tisch – jetzt liegen das Urteil und die Begründung vor.
Das Verwaltungsgericht hat die Klagen Gentschs und seiner Mutter abgewiesen. Die Neonazis hatten das Grundstück, das unter dem Namen der Mutter gekauft worden war, zum Nationalen Zentrum Hochfranken erklärt und es für Szene-Veranstaltungen genutzt.

Geklagt hatte die Mutter des bekannten Neonazis Tony Gentsch und er selbst. Sie habe das Haus als Altersruhesitz gekauft und nichts von den Veranstaltungen dort gewusst. Die Kläger haben jetzt einen Monat lang Zeit, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Dann würde der Fall vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof landen.