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Entscheidung des VGH: Keine Testpflicht mehr in Altenheimen?

Würzburg/München (dpa/lby) – Wer in einem Altenheim arbeitet oder zu Besuch ist, muss regelmäßig einen Corona-Test machen – selbst wenn die Bewohner geimpft sind. Eine Altenpflegerin und ein Angehöriger einer Heimbewohnerin wollen die Testpflicht nun vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) kippen. «Es ist noch nicht absehbar, wann eine Entscheidung getroffen wird», teilte eine VGH-Sprecherin am Donnerstag mit. Sollte der Eilantrag Erfolg haben, würde die Testpflicht vorerst bayernweit außer Kraft gesetzt.

Die Senioreneinrichtungen des Landkreises Würzburg unterstützen die Anträge vor Gericht. Fast alle Bewohner seien dort inzwischen gegen Corona geimpft. «Die Gefahr einer lebensbedrohenden Erkrankung und eines großen Corona-Ausbruchs ist damit mit sehr großer Wahrscheinlichkeit gebannt», erklärte der Betreiber in einer Mitteilung.

Die Tests seien weiter verpflichtend, obwohl sie eine große Belastung für Pflegekräfte und Angehörige seien. «Es kommt häufig zu Verletzungen und viele Besucher reduzieren ihre Besuche aus Angst vor den Tests», heißt es in der Mitteilung. Die FFP2-Maskenpflicht soll unabhängig von den Tests weiter gelten.

In Bayern müssen sich Beschäftigte von Alten- und Pflegeeinrichtungen drei Mal pro Woche testen lassen. Auch jeder Besucher muss vorab ein negatives Testergebnis vorweisen – unabhängig ob die Bewohner geimpft sind oder nicht.

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