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Wahlmanipulation in Kulmbach? Ermittlungen laufen, Stichwahl soll stattfinden

Wenige Tage vor der Kulmbacher Stichwahl zum Oberbürgermeister wird die Bierstadt von einem weiteren waschechten Skandal erschüttert. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Wahlmanipulation.

Dem Vernehmen nach sind zwei Mitarbeiter der Stadt ins Visier der Ermittler geraten, beide sollen bereits abgegebene Briefwahlunterlagen geöffnet und geschreddert haben. Zum Motiv schweigt sich die Polizei derzeit aus. Offiziell heißt es nur, man habe Unterlagen im Rathaus überprüft und Beweismittel sichergestellt. Man stehe noch ganz am Anfang der Ermittlungen.

Währenddessen hat das Landratsamt Kulmbach als Rechtsaufsichtsbehörde eine erste Einschätzung darüber abgegeben, ob die Stichwahl am Sonntag wie geplant durchgeführt werden kann. Aktuell gehe man davon aus, dass die Wahl stattfinden werde, allerdings unter Vorbehalt. Von Amts wegen werde die Stichwahl, wie jede andere Wahl, im Nachgang überprüft. Dabei seien die Erkenntnisse der staatsanwaltlichen Ermittlungen von zentraler Bedeutung.

Am Mittwoch Abend waren in einem Gebäude der Stadt geschredderte Briefwahlunterlagen entdeckt worden, dabei soll es sich nach ersten Meldungen um zwei oder drei Stimmzettel gehandelt haben.