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Erste Trauben für Federweißen gelesen

Markt Einersheim (dpa/lby) – In Unterfranken ist vereinzelt schon mit der Weinlese begonnen worden. Er habe erschreckenderweise festgestellt, dass Trauben schon zu faulen begonnen hätten und habe schnell handeln müssen, sagte der Winzer Marcus Hegwein aus Markt Einersheim (Landkreis Kitzingen), der bereits mit der Lese der für Federweißen verwendeten frühreifen Rebsorte Ortega begonnen hat. Bis zur Hauptweinlese dauert es laut dem Fränkischen Weinbauverband aber noch zwei, drei Wochen. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk über den Auftakt der Lese berichtet.

Eigentlich habe er noch eine Woche warten wollen, sagte Winzer Hegwein. Er habe sich dieses Jahr aber nach der Traubengesundheit richten müssen, die vier Tage Dauerregen am vergangenen Wochenende seien nicht gut für sie gewesen. Dass es einen Anteil mit Fäulnis gebe, sei nicht tragisch. «Aber man muss schnell handeln», sagte er.

Die Hauptweinlese wird am 16. September offiziell eröffnet. Vorher werden aber schon Sorten für den Federweißen geerntet. Ein Sprecher des Fränkischen Weinbauverbands sagte, viele Rebsorten seien derzeit spät dran. Das liege daran, dass es im Sommer sehr regnerisch gewesen sei und es generell wenig Trockenheit in diesem Jahr gegeben habe. Im Vergleich zu den vergangenen, sehr trockenen Jahren sei man mit der Lese generell später dran, im langjährigen Mittel sei der Zeitpunkt aber normal. Zu erwarteter Menge und Qualität lasse sich noch nichts Genaues sagen.

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