Es brodelt unter der Oberfläche: Zwist um das neue oberfränkische Jugendbildungshaus der evangelischen Landeskirche

Wenn die evangelische Landeskirche in Bayern eine neue Jugendbildungsstätte einrichtet, dann hätte die evangelische Kirche in Kulmbach die gerne und zwar im Jugendhaus Weihermühle bei Mainleus. Das Jugendhaus könnte aufgewertet und die Jugendarbeit dank der von der Landeskirche bezahlten Pädagogen aufgewertet werden. Das haben die Kulmbacher Landessynodale Christina Flauder, Dekan Thomas Kretschmar und Jugenddiakon Stefan Ludwig heute in Kulmbach deutlich gemacht.

Kulmbach kann gewinnen, Coburg würde viel verlieren, hieß es heute.
Aktuell läuft der Entscheidungsprozess in der Landeskirche. Bisher gibt’s ein solches Bildungshaus in Neukirchen bei Coburg, allerdings ist das marode, müsste abgerissen und für mindestens 25 Millionen Euro neu gebaut werden. Im zentraler gelegenen Kulmbacher Land müsste die Weihermühle nur bei laufendem Betrieb erweitert werden, für nicht mal die Hälfte der Kosten.
Allerdings gibt’s wohl in Coburg gerade einige Initiativen, in der als offen anvisierten Debatte Stimmung pro Coburg und vor allem gegen die Kulmbacher Weihermühle zu machen. Der Coburger Landrat hat sogar den Landesbischof eingeladen, Heinrich Bedford-Strom, und der war lange Jahre Coburger.

Entscheiden will die evangelische Landeskirche Ende Juli. Bis dahin hoffen die Vertreter der evangelischen Kirche in Kulmbach, dass die Debatte versachlicht wird, und sich Argumente wie Finanzen und Wirtschaftlichkeit gegen Emotionen und Stimmungsmache durchsetzen können.