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Ex-CSU-Minister Huber legt Landtagsmandat nieder

München (dpa/lby) – Der frühere CSU-Minister Marcel Huber hat völlig überraschend das Ende seiner politischen Karriere erklärt. Gegenüber dem Landtag erklärte er, noch im Januar sein Landtagsmandat niederlegen zu wollen. Hintergrund ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur die Krebserkrankung seiner Frau. Über Hubers Entscheidung hatten zuvor bereits mehrere Medien berichtetet.

«Als Landtagspräsidentin bedauere ich den Rückzug von Marcel Huber wirklich sehr. Da geht uns im Landtag und in der bayerischen Politik insgesamt ein außerordentlich kompetenter und geschätzter Kollege verloren«, sagte Hubers Parteifreundin Ilse Aigner. Sein Schritt zeuge davon, was für ein integrer Mensch er sei, der die Hilfe für andere immer vorne anstellt. «Dass er jetzt in dieser Situation voll und ganz für seine Frau da sein möchte, ist ihm hoch anzurechnen.»

Der 63-Jährige gehört dem bayerischen Landtag seit 2003 an. In der Regierungszeit von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) leitete er die Staatskanzlei und arbeitete als Umweltminister. Um sich um seine Frau kümmern zu können, gibt Huber auch seine Ehrenämter, darunter die die Führung des Musikrats und des Katholischen Männervereins Tuntenhausen, ab. Nachrücker im Landtag soll der Münchner Andreas Lorenz (CSU) werden.

Wie der Bayerische Musikrat am Freitag berichtete, wurde ein Nachfolger für Huber in dem Verband bereits bestimmt. Das Musikratspräsidium habe am Mittwoch in einer außerordentlichen Sitzung den FDP-Landtagsabgeordneten Helmut Kaltenhauser zunächst zum kommissarischen Präsidenten gewählt, berichtete eine Sprecherin. Kaltenhauser saß bislang schon im Präsidium.

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