Fall Danial M.: Kramme fordert Verfahren nochmal zu prüfen

Im Fall des jungen Afghanen Danial M. aus Neuenmarkt hat sich die Bayreuther Staatssekretärin Anette Kramme an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, BAMF, und an Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder gewandt – mit der Bitte, das Verfahren nochmals zu prüfen und die Abschiebung nach Afghanistan auszusetzen. Danial sollte Anfang Juli in sein Heimatland abgeschoben werden, mit der Begründung, es sei sicher. Der 22-Jährige ist aber voll integriert und lebt mit seiner Familie hier im Landkreis Kulmbach, die bleiben darf. Da er aber bei seiner Einreise nach Deutschland schon 18 war, wird sein Fall gesondert behandelt und er hätte einen neuen Antrag auf weitere Duldung beim BAMF stellen müssen. Das hat er allerdings versäumt.
Anette Kramme argumentiert in dem Schreiben an das BAMF und an Söder, aufgrund eines Formfehlers dürfe einem jungen und engagierten Menschen wie Danial nicht der Boden unter den Füßen weggezogen werden.

Jetzt befindet sich Danial seit eineinhalb Wochen (Freitag 6.7.) in Bayreuth im Kirchenasyl, – seine einzige Chance, noch hierbleiben zu dürfen. Ein Anwalt ist ebenfalls eingeschaltet. Der 22-Jährige ist aber voll integriert und hatte sogar schon die Zusage für einen Ausbildungsplatz.