Fall Farsan: Heute wird eine Petition für den jungen Iraner in Kulmbach übergeben

Zur Stunde wird an der Kreuzkirche in Kulmbach eine Petition für den jungen Iraner
Farsan überreicht. Die drei Kulmbacher Landtagsabgeordneten Inge Aures, SPD, Rainer Ludwig, Freie Wähler, und Martin Schöffel von der CSU, haben ihr Kommen zugesagt. Sie sollen die Listen in den Petitionsausschuss des Landtags mitnehmen. Dabei sind auch Klassenkameraden von Farsan aus der Kulmbacher Berufsschule, die extra vom Unterricht freigestellt worden sind, Mitglieder des Unterstützerkreises, der Kirchengemeinde Kreuzkirche und des Kirchenvorstands.

Der aktuelle Stand: Farsan ist in Deutschland nur geduldet und hat mit dem Erwachsenwerden einen eigenen Asylantrag gestellt. Als zum Christentum übergetretener Ex-Muslim droht ihm im Iran die Verfolgung und harte Strafen. Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Bayreuth über die Anhörung des jungen Kulmbacher Iraners steht noch aus. Parallel beschäftigt sich die Härtefallkommission mit Farsans Fall und auch die oberfränkische Regionalbischöfin, Dorothea Greiner, ist eingeschaltet. Sie nennt es besorgniserregend, dass besonders die oberfränkische Ausländerbehörde konvertierte Christen seit Anfang des Jahres ausweisen will. Ähnliche Fälle gibt es aktuell in Bamberg und Coburg.