Fall Peggy Knobloch: Jetzt streiten die Anwälte um den Wahrheitsgehalt von Aussagen

Wer hat Anfang Mai vor 18 Jahren die damals neunjährige Peggy Knobloch aus Lichtenberg getötet? Der Fall ist noch immer ungeklärt. Die Soko Peggy hat einen Hauptverdächtigen, Bestatter Manuel S. aus dem Landkreis Wunsiedel, der seinerzeit ein Nachbar von Peggy war. Für Wirbel sorgt aktuell ein alter Gesprächsmitschnitt, in dem der frühere Verdächtige, Ulvi K., eben jenen Manuel S. schwer belastet. Diese Aufnahme darf verwendet werden, wie das Amtsgericht Bayreuth nach einer Beschwerde entschieden hat.

Im Nordbayerischen Kurier meldet sich der Anwalt von Manuel S. heute zu Wort. Diese Aufnahme sei komplett wertlos, da Ulvi K. seine Aussagen unmittelbar danach wieder geändert habe, wie so oft. Was die Ermittler gegen Manuel S. in der Hand haben, reicht jedenfalls bisher nicht für einen Haftbefehl aus.

Seit 18 Jahren ist der Fall Peggy Knobloch ungeklärt. Zehn Jahre saß Ulvi K. zu Unrecht im Gefängnis und wurde letztlich freigesprochen. Manuel S. hatte ein Teilgeständnis abgelegt, dieses aber widerrufen.