Falls das Tübinger Modell nach Kulmbach kommt: OB Lehmann bringt mehrere Ideen ins Spiel

Für den Fall, dass das sogenannte Tübinger Modell nach Kulmbach kommen sollte, bringt OB Ingo Lehmann schon jetzt einige Ideen auf. In einer aktuellen Mitteilung spricht er sich unter anderem dafür aus, die Dr.-Stammberger-Halle als Schnelltestzentrum zu nutzen. Von dort aus könnten negativ Getestete mit einem tagesaktuellen „Kulmbach-Pass“ shoppen gehen, in Lokalen einkehren oder kulturelle Veranstaltungen besuchen. Außerdem sei die Stadt laut Lehmann bereit, vorerst die Kosten für die Schnelltests zu tragen und Personal zum Testen abzustellen. Städtische Mitarbeiter, die zurzeit in Kurzarbeit seien, könnten nach entsprechender Einweisung im Schnelltestzentrum mitarbeiten. Auch Smartphone-Apps wie „Luca“ oder „Darfichrein“ könnten eine Rolle spielen, so der OB.

Auch Landrat Klaus Peter Söllner meldet sich zu der Idee zu Wort: mit der Teststrategie habe der Landkreis bereits die Voraussetzungen geschaffen, um ein Leben mit dem Virus zu ermöglichen. Das Tübinger Modell könne jetzt eine konkrete Perspektive für die ganze Bevölkerung bieten, so Söllner.

Ministerpräsident Söder hat sich gestern zu dem Modellversuch geäußert. Es gebe schon mehr Bewerber als mögliche Plätze. Er sagte, es sollte aus jedem Regierungsbezirk  eine Stadt oder ein Landkreis mit einer 7- Tage-Inzident von 100 bis 150 teilnehmen. Kulmbach liegt heute bei 252.