Farsan darf bleiben: Petition mit über 5200 Unterschriften ist erfolgreich

Der Kulmbacher Iraner Farzan darf bis 2023 in Deutschland bleiben, das hat uns MdL Rainer Ludwig heute aus dem Petitionsausschuss des Bayerischen Landtags mitgeteilt. Das Staatsministerium hat der Petition mit über 5200 Unterschriften stattgegeben. Farzan ist bis zum Ende seiner Ausbildung als Feinwerkmechaniker bleibeberechtigt. Außerdem hat der Ausschuss Anstoß dazu gegeben, nochmal über eine allgemeine Bleibeerlaubnis für alle zum Christentum konvertierten Flüchtlinge zu diskutieren.

Farzan war im Frühling in Abschiebegewahrsam genommen worden, er sollte in sein Heimatland abgeschoben werden. Der Kulmbacher Pfarrer Jürgen Singer hat sich sehr für ihn eingesetzt, dem 23-Jährigen zwischenzeitlich auch Kirchenasyl gewährt und letztendlich mit einer Reihe von Unterstützern erreicht, dass Farzan bleiben darf.
Die evangelische Landeskirche hatte sich nicht nur in Kulmbach, sondern auch in Coburg und für ganz Bayern für zum Christentum konvertierte Muslime eingesetzt, denen in ihrem Heimatland besonderen Gefahren drohten. Der Freistaat hatte ihre Abschiebungen dann ausgesetzt, bis eine endgültige Entscheidung getroffen ist.