Farsan reist aus, um zu bleiben – Der junger Kulmbacher Iraner hat ein Abkommen mit der Ausländerbehörde

Jetzt steht fest, wie es für den jungen Iraner Farsan aus Kulmbach weitergeht. Er gilt nicht mehr als untergetaucht, ihm droht keine Verhaftung und auch vor einer plötzlichen Abschiebung muss er keine Angst mehr haben. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs gestern zwischen der Zentralen Ausländerbehörde für Oberfranken, Farsans Rechtsanwalt Philipp Pruy und Farsan selbst.

Nach Auskunft von Fachanwalt Philipp Pruy hat sich Farsan gestern bereit erklärt, freiwillig auszureisen. Dann will er im Iran das Visumsverfahren für Deutschland nachholen. Die Ausländerbehörde hat im Gegenzug eine Vorabzustimmung zur Visumserteilung in Aussicht gestellt.
In der Praxis bedeutet das nach Auskunft des Fachanwalts, dass Farsan die Bundesrepublik für zwei Wochen verlassen muss, in der deutschen Botschaft in Teheran seinen Visumantrag stellt, und dann legal als Arbeitsmigrant wieder nach Deutschland einreist. Allerdings braucht er dafür einen Ausbildungsplatz hier.

Wann die vereinbarte Ausreise stattfinden soll, ist nicht bekannt. Erst soll ein Visumtermin in der deutschen Botschaft in Teheran feststehen. Bis es so weit ist, droht Farsan aber erst einmal keine Abschiebung mehr.