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Fast 400 Schweine verenden: Ermittlungen eingestellt

Kitzingen (dpa/lby) – Nach dem Fund von knapp 400 toten Schweinen in einem Mastbetrieb im unterfränkischen Landkreis Kitzingen hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt. Dem Halter konnte eine absichtliche Tat nicht mit ausreichender Sicherheit nachgewiesen werden, wie ein Pressesprecher am Donnerstag mitteilte. Zuvor berichtete die «Main-Post».

Den Ermittlungen zufolge war wegen eines Stromausfalls die Lüftungsanlage im Stall im April dieses Jahres ausgefallen. Zwar hatte der Bauer reagiert und den für den Netzausfall verantwortlich gemachten Schutzschalter wieder aktiviert. Allerdings hat er die für die Lüftung vorgesehene Alarmanlage nicht mehr aktiviert. Vermutlich passierte ein zweiter Stromausfall, den der Landwirt zu spät bemerkte.

357 der insgesamt 607 dort untergebrachten Schweine verendeten infolge Herz-Kreislauf-Versagens. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass den restlichen Tieren durch den Sauerstoffmangel länger anhaltende erhebliche Schmerzen und Leiden zugefügt wurde.

Die Tierrechtsorganisation Peta hatte Anzeige erstattet, woraufhin gegen Betrieb wegen der grundlosen Tiertötung und quälerischer Tiermisshandlung ermittelt wurde. Ein vorsätzliches Ausschalten der Alarmanlage war den Ermittlern zufolge aber nicht nachweisbar.