Radio Plassenburg https://www.radio-plassenburg.de Mein Sender. Meine Hits. Thu, 06 Aug 2026 02:35:23 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 Hitze in Europa: Ärzte dringen auf verbindliche Maßnahmen https://www.radio-plassenburg.de/hitze-in-europa-aerzte-dringen-auf-verbindliche-massnahmen-11643348/ Thu, 06 Aug 2026 02:30:18 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260806-930-490100 Angesichts der jüngsten Hitzewellen mit Tausenden Toten fordern die Bundesärztekammer und rund 80 weitere europäische Gesundheitsorganisationen deutlich mehr Anstrengung von der EU. So müsse die Erklärung des Klimanotstands in verbindliche Verpflichtungen und extreme Hitze als ernsthafte grenzüberschreitende Gesundheitsgefahr anerkannt werden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. 

Weiter fordern die Unterzeichner unter anderem einen Europäischen Hitzeschutzplan, unterstützt durch einen Notfall-Anpassungsfonds. Damit sollen beispielsweise die Hitzeüberwachung und Gesundheitseinrichtungen, Pflegeeinrichtungen, Kindertagesstätten und Schulen klimafest gemacht werden. Die Lücke im europäischen Arbeitsschutz bei Hitze müsse durch verbindliche, regional angepasste Temperaturschwellenwerte geschlossen werden. Außerdem sollen etwa sichere Innentemperaturen für vulnerable Menschen im Bestandswohnraum gewährleistet werden.

Trotz Aktionsplänen steigt hitzebedingte Sterblichkeit 

Trotz bestehender nationaler Hitze-Gesundheits-Aktionspläne, Frühwarnsysteme und einer EU-Anpassungsstrategie steige die hitzebedingte Sterblichkeit weiter, kritisieren die Autoren. «Unter den Hitzekuppeln des Juni 2026, dem heißesten je in Westeuropa gemessenen Juni, wurden allein in der Spitzenwoche der Hitzewelle mehrere Tausend Übersterblichkeitsfälle registriert – Tendenz weiter steigend.» Die Opfer seien überwiegend ältere Menschen, überproportional Frauen.

Auch im Freien arbeitende Menschen sowie Menschen in Armut und in schlecht angepassten Wohnungen als auch in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen seien von gesundheitlichen Folgen betroffen, zudem förderten Waldbrände weitere Todesopfer und hüllten Städte in Rauch. «Dessen Feinstaubpartikel werden noch lange nach dem Erlöschen der Flammen weitere Todesfälle verursachen», warnen die Unterzeichner, zu denen auch der deutsche Hausärztinnen- und Hausärzteverband sowie Klug, die deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit, gehören.

Fast 10.000 Hitzetote in Deutschland

Die Unterzeichner fordern, dass bei dem European Climate Resilience Framework, ein Klima-Widerstandsfähigkeitsplan, der derzeit von der EU-Kommission erarbeitet werde, Gesundheit ins Zentrum zu stellen und rechtlich verbindliche Anpassungsverpflichtungen zu schaffen. Auch im Gesundheitssektor müsse etwas passieren: «Die Unterzeichner verpflichten sich, ihre eigenen Krankenhäuser, Praxen und Pflegeeinrichtungen klimaresilient und klimaneutral zu gestalten, Patientinnen, Patienten und Personal vor Hitze zu schützen und den Klimawandel in jede klinische und pflegerische Entscheidung einzubeziehen.»

In Deutschland starben in diesem Jahr nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts bereits fast 10.000 Menschen wegen hoher Temperaturen (Stand: Mitte Juli). Das ist mehr als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016. An diesem Donnerstag veröffentlicht das RKI neue Zahlen zu Hitzetoten.

Quelle: dpa

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Bayern zahlt rund 360 Millionen Euro an Microsoft https://www.radio-plassenburg.de/bayern-zahlt-rund-360-millionen-euro-an-microsoft-11643339/ Thu, 06 Aug 2026 02:30:05 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260806-930-490072 Es sind durchaus beeindruckende Summen, die Bayern jedes Jahr an den US-Giganten Microsoft überweist: Alleine zwischen 2020 und 2025 hat der Freistaat hier mehr als 258 Millionen Euro für Produkte und -Dienstleistungen ausgegeben. Das geht aus einer Anfrage der SPD im Landtag hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in München vorliegt. 

Zudem sind demnach im laufenden Doppelhaushalt 2026/27 weitere rund 102 Millionen Euro in verschiedenen Ressorts zur Überweisung an den US-Konzern vorgesehen. In Summe belaufen sich die Zahlungen aus Bayern damit in acht Jahren auf rund 360 Millionen Euro. Die Ausgaben der bayerischen Kommunen für Microsoft sind in der Auflistung nicht berücksichtigt.

Besonders stark wachsen nach Angaben des Digitalministeriums die Ausgaben für Microsoft 365, das Miet-Abo für verschiedene Anwendungen und Cloud-Dienste. Sie haben sich zwischen 2020 und 2025 mehr als verdoppelt, von 8,8 auf 18,3 Millionen Euro jährlich. 

Von Brunn hat Bedenken wegen des Schutzes von Daten in den USA

Der SPD-Abgeordnete Florian von Brunn sieht die Microsoft-Nutzung in der Staatsregierung kritisch: «Bayerns Verwaltung verlagert damit immer mehr Arbeit in die Cloud eines US-Konzerns – denn es gibt kein Microsoft 365 ohne Anbindung nach Redmond.» Das sei hochriskant mit Blick auf die US-Regierung von Donald Trump und den sogenannten Cloud-Act. In Redmond ist der Hauptsitz von Microsoft. Der Cloud Act ist ein US-Gesetz, das US-Behörden seit 2018 den Zugriff auf Daten von US-Firmen erlaubt.

«360 Millionen Euro für Microsoft in acht Jahren, alleine über hundert Millionen in den nächsten zwei – und ein kleiner Modellversuch in einem Ministerium. Dabei muss Bayern bis März 2027 souveräne Alternativen bereitstellen», betonte von Brunn. Aus seiner Sicht genüge besagter Modellversuch im Digitalministerium nicht aus, um eine alternative Arbeitsplatzsoftware bereitzustellen. Auch ein Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz zur föderalen Modernisierungsagenda fordert hier «bis spätestens 31. März 2027» von den Ländern neue Lösungsansätze.

Missachtet Bayern das eigene Gesetz?

Der Freistaat hat sich auch qua Gesetz zur Suche nach digitaler Unabhängigkeit sozusagen verpflichtet: «Bayern hat sich 2022 selbst ins Gesetz geschrieben, dass der Freistaat digital handlungsfähig bleiben muss und Behörden bei Neuanschaffungen Open Source verwenden sollen», sagte von Brunn. Da dies nicht geschehe, missachte die Staatsregierung hier letztlich ihr eigenes Gesetz. 

Zudem habe die Staatsregierung – ärgert sich von Brunn weiter – nie berechnet, ob Alternativen zu Microsoft für Bayern günstiger wären: «Auf die Frage nach einem Kostenvergleich teilte das Finanzministerium lediglich mit, die notwendige Gesamtbedarfs- und Kostenermittlung stehe noch aus.».

Auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur zu den Kosten hieß es aus dem Finanzministerium, die Staatsregierung prüfe kontinuierlich bei allen Beschaffungsprozessen – so auch bei der IT-Beschaffung – gegenwärtige und künftige Einsparpotenziale: «Bei einer ressortübergreifenden Bündelung von Aufträgen ist in der Regel mit niedrigeren Gesamtkosten zu rechnen.» 

Verhandlungen mit Microsoft liegen derzeit auf Eis

Derzeit pausieren aber die Verhandlungen Bayerns mit dem Freistaat über einen die Zusammenführung bestehender Vertragslizenzen mit dem US-Konzern Microsoft. Sinkende Preise sind damit nicht in Sicht. Zwischen CSU und Freien Wählern hatte es gar einen offenen Streit gegeben, woraufhin die Verhandlungen ausgesetzt wurden. 

Mit Blick auf den Modellversuch im Digitalministerium attestiert von Brunn Minister Fabian Mehring (Freie Wähler) durchaus einen richtigen Anfang: «Aber ein paar Dutzend Arbeitsplätze machen Bayern noch nicht digital souverän. Schleswig-Holstein und Thüringen sind viel, viel weiter.» Bayern habe alleine im Landesbereich mehr als 400.000 Beschäftigte. «Diese Nachfragemacht könnten wir für echte digitale Souveränität und Wertschöpfung in Bayern einsetzen», sagte von Brunn. Stattdessen mache die Staatsregierung den Freistaat zum «Dauerabonnenten eines einzigen US-Konzerns». 

Mehring will bald über Weg zur digialen Souveränität informieren 

Mehring selbst hatte Ende Mai Tempo auf dem Weg zur digitalen Souveränität gefordert: «Wir haben keine Zeit mehr, um wohlfeil über die Bedeutung digitaler Souveränität zu diskutieren – angesichts der geopolitischen Lage müssen wir aus dem Reden ins Machen kommen.» 

Auf Nachfrage zum Stand der Umsetzung will sich der Minister aber nicht äußern. Sein Sprecher lässt ausrichten, Mehring werde im Anschluss an die parlamentarische Sommerpause über die nächsten Schritte informieren. Im Zuge dessen würden auch die ausgewählten Kooperationspartner und Lösungen der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. Die Testphase erfolge an einem Fünftel der Arbeitsplätze im Digitalministerium, bei der BayKommun als einer nachgelagerten Anstalt des öffentlichen Rechts und auf den Rechnern ausgewählter Kommunen im Freistaat. 

Finanzministerium verweist auf längst vorhandene Erfahrungen

Inwiefern bereits vorhandene Expertise in Bayern hier auch einfließt, ist unklar. Zum Modellversuchs im Digitalministerium zum digital souveränen Arbeitsplatzes verwies das Finanzministerium auf Nachfrage auf die «bereits etablierte und bewährte Praxis in der Bayerischen Vermessungsverwaltung». «Insbesondere die 51 Ämter für Digitalisierung, Breitband und Vermessung mit ihren 22 Außenstellen nutzen weit überwiegend Open-Source-Lösungen und Eigenentwicklungen», sagte ein Sprecher. «Sie stehen damit seit vielen Jahren für eine erfolgreiche Umsetzung einer Open-Source-Strategie.»

Quelle: dpa

 

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Experte sieht neue Bedrohung durch bewaffnete Drohnen https://www.radio-plassenburg.de/experte-sieht-neue-bedrohung-durch-bewaffnete-drohnen-11643291/ Thu, 06 Aug 2026 02:00:28 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260806-930-489990 Nach dem Fund einer Drohne mit einer Sprengvorrichtung am Flughafen Leipzig/Halle sieht der Dresdner Luftverkehrsexperte Hartmut Fricke eine neue Dimension der Bedrohung für kritische Infrastruktur. Anders als bei bisherigen Drohnenvorfällen gehe es nicht mehr allein um die Gefahr einer Kollision mit einem Flugzeug oder Schäden durch die Drohne selbst. Eine Sprengvorrichtung erhöhe das Gefahrenpotenzial erheblich, sagte der Professor für Technologie und Logistik des Luftverkehrs an der TU Dresden der Deutschen Presse-Agentur. 

Auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte am Abend von einer «neuen Gefahrenqualität» und einem «hybriden Anschlagsszenario» gesprochen.

Vorfall gibt Rätsel auf

Auf dem Flughafen Leipzig/Halle war am Mittwoch eine Drohne mit einer Sprengvorrichtung entdeckt worden. Spezialisten der Bundespolizei entschärften den Zünder. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen lag sie in der Nähe einer ukrainischen Transportmaschine vom Typ Antonow AN-124. Die Ermittler suchen zudem nach Teilen eines möglichen zweiten Flugobjekts, das mit einem Frachtflugzeug zusammengestoßen sein könnte.

Aus Sicht des Experten müssen die Ermittlungen nun vor allem klären, woher die Drohne kam, wie sie unbemerkt in die Flugverbotszone des Flughafens gelangen konnte und warum sie erst auf der Start- und Landebahn entdeckt wurde. Zudem müsse überprüft werden, wie zuverlässig bestehende Sicherheitssysteme kleine Multicopter überhaupt erkennen können. Erst dann lasse sich die Sicherheitslage richtig bewerten.

Sollte sich ein gezielter Anschlagsversuch bestätigen, zeige der Vorfall, «dass wir in der Entdeckung derart kleiner Objekte an kritischen Infrastrukturen noch nicht gut sind», sagte Fricke. Das gelte sowohl für die verfügbaren Technologien als auch für die Geschwindigkeit, mit der diese in der Praxis eingeführt würden.

Technik vorhanden – Einführung dauert zu lange

Grundsätzlich seien geeignete Technologien zur Drohnenerkennung bereits verfügbar. Radar-, Laser-, Kamera- und Infrarotsysteme könnten miteinander kombiniert werden, um Drohnen möglichst früh zu entdecken. Mithilfe von Algorithmen lasse sich zudem ihre Flugbahn vorhersagen.

«Die Entwicklungen gehen auf prototypischer Ebene gut voran, aber die Implementierung am Markt beziehungsweise in den Einrichtungen muss schneller werden», sagte Fricke. Aus Sicht Frickes sollten neue Systeme schneller aus der Forschung in die praktische Anwendung gelangen. Nicht alle Funktionen müssten dabei von Anfang an verfügbar sein. Stattdessen plädierte er für ein «gestaffeltes Implementieren» neuer Technologien. 

Als eine der größten technischen Herausforderungen bezeichnete Fricke die Vorhersage der Flugbahn einer bereits entdeckten Drohne. Gerade diese Fähigkeit sei entscheidend, um Sicherheitskräfte rechtzeitig reagieren zu lassen.

Weitere Vorfälle befürchtet

Mit Blick auf die weitere Entwicklung zeigte sich der Luftverkehrsexperte wenig optimistisch. Auf die Frage, ob künftig häufiger mit vergleichbaren Vorfällen zu rechnen sei, antwortete er: «Leider ja, solange die Russland-Aggression nicht stoppt.»

Quelle: dpa

 

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Schaden durch falsche Polizisten stark gestiegen https://www.radio-plassenburg.de/schaden-durch-falsche-polizisten-stark-gestiegen-11643324/ Thu, 06 Aug 2026 02:00:15 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260806-930-489962 Schockanruf, Enkeltrick oder falsche Polizisten: Der Schaden aus solchen Delikten ist zuletzt deutlich gestiegen, wie das Bundeskriminalamt (BKA) unter Berufung auf die Polizeiliche Kriminalstatistik auf Anfrage mitteilt. Dies gilt vor allem für die Kategorie «Falscher Polizist»: Vergangenes Jahr betrug der Schaden den Angaben zufolge 49,5 Millionen Euro, im Vorjahr waren es 30,1 Millionen Euro. Die Zahl der erfassten Fälle stieg von 3.946 auf 4.646.

Mit Hilfe des Enkeltricks beziehungsweise von Schockanrufen wurden nach BKA-Angaben 2025 rund 49,0 Millionen Euro erbeutet, im Vorjahr waren es rund 46,4 Millionen Euro. Die Zahl der erfassten Fälle sank in diesem Bereich von 6.658 auf 4.798. 

Erfundene Geschichten, um Beute zu machen

Bei der einen Betrugsmasche geben sich Täter telefonisch oder persönlich als Polizeibeamte aus, um Opfer zur Herausgabe von Bargeld, Schmuck oder anderen Wertgegenständen zu bringen. Dazu werden erfundene Geschichten eingesetzt, etwa über Einbrüche in der Nähe. 

Beim Schockanruf beziehungsweise Enkeltrick werden emotionaler Druck und fingierte Notsituationen verwendet, um Opfer zur Herausgabe von Bargeld oder Wertsachen zu bewegen. Angebliche Familienmitglieder melden sich und berichten von Notlagen, weshalb sie Geld brauchen. Oder es rufen angebliche Ärzte oder Staatsanwälte an und berichten von einem Unfall oder einer Straftat, weshalb ein naher Angehöriger Geld brauche.

Quelle: dpa

 

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Urteil im Mordprozess nach Auto-Anschlag auf Demo erwartet https://www.radio-plassenburg.de/urteil-im-mordprozess-nach-auto-anschlag-auf-demo-erwartet-11643270/ Thu, 06 Aug 2026 01:30:12 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260806-930-489902 Im Mordprozess um den tödlichen Auto-Anschlag auf eine Demonstration in München will das Gericht an diesem Donnerstag (11.30 Uhr) sein Urteil sprechen. Die Bundesanwaltschaft geht von einem religiös motivierten politischen Anschlag aus und fordert eine lebenslange Haftstrafe samt Feststellung der besonderen Schwere der Schuld für den 25-Jährigen. Dies würde eine Freilassung auf Bewährung nach 15 Jahren Gefängnis erheblich erschweren. 

Die Verteidigung hingegen plädierte vor dem Oberlandesgericht München auf eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren und forderte die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus. Obwohl der Gutachter nur eine mittelgradige Persönlichkeitsstörung festgestellt hatte, schlossen die Anwälte eine verminderte Schuldfähigkeit nicht aus. Sie argumentierten, ihr Mandant zeige deutliche Anzeichen einer hebephrenen Schizophrenie – einer Unterform, bei der anstelle von Wahnvorstellungen vor allem ein wirres Gefühlsleben und unberechenbares Verhalten im Vordergrund stehen. 

Von allen Prozessbeteiligten ist unbestritten, dass der 25-Jährige im Februar 2025 von hinten in einen Demonstrationszug der Gewerkschaft Verdi gefahren war und dabei eine Mutter und ihre zweijährige Tochter getötet hatte. Die Bundesanwaltschaft wirft dem Afghanen darüber hinaus versuchten Mord in 22 Fällen sowie zumeist gefährliche Körperverletzung in weiteren 22 Fällen vor. Knapp zwei Dutzend «gewöhnliche» Körperverletzungen wurden dabei sogar schon von der Strafverfolgung ausgenommen.

Quelle: dpa

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Hohe Wellen auf Bodensee – Frau fällt von Motorboot https://www.radio-plassenburg.de/hohe-wellen-auf-bodensee-frau-faellt-von-motorboot-11643249/ Wed, 05 Aug 2026 23:05:46 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260805-930-489773 Während eines Unwetters ist eine Frau von einem Boot gefallen und im Bodensee untergegangen. Eine Gewitterzelle habe direkt über dem Motorboot gestanden und hohe Wellen ausgelöst, wie die Polizei mitteilte. Dazu soll es stark geregnet haben. Die Frau war den Angaben zufolge zusammen mit ihrem Mann auf dem Boot und auf dem Weg zurück zum Heimathafen, als es zu dem Unglück kam. 

Der 68-Jährige wählte am Mittwochabend den Notruf, nachdem er seine Frau bei den hohen Wellen aus den Augen verloren hatte. Weil das Gebiet bei Kressbronn sehr groß sei, habe man einen internationalen Seenotalarm ausgelöst, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Rund 200 Einsatzkräfte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz suchten daraufhin nach der 65-Jährigen – bislang jedoch ohne Erfolg. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz.

Die Suche war am Abend wegen der Dunkelheit unterbrochen worden und soll am Morgen bei Tageslicht wieder fortgesetzt werden.

Quelle: dpa

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Studenten-Oscar für Regisseur von deutscher Filmschule https://www.radio-plassenburg.de/studenten-oscar-fuer-regisseur-von-deutscher-filmschule-11643240/ Wed, 05 Aug 2026 23:00:05 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260805-930-489755    Der Schweizer Regisseur und Animator Matthias Strasser ist unter den diesjährigen Gewinnern der Studenten-Oscars. Der Absolvent des Animationsinstituts der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg konnte den begehrten Preis mit seinem animierten Kurzfilm «The Panic Inside» holen. Die Oscar-Akademie in Los Angeles gab die Preisträger am Mittwoch (Ortszeit) bekannt.

Demnach setzten sich 12 Filme in dem 53. Studenten-Wettbewerb durch. In diesem Jahr waren 2.972 Beiträge von knapp 900 Studieneinrichtungen aus aller Welt eingegangen. Die Trophäen für die Gewinner-Kurzfilme in insgesamt vier Kategorien werden am 14. September verliehen.

«The Panic Inside»

«The Panic Inside» erzählt laut Beschreibung der Hochschule «die Geschichte des chronischen People-Pleasers Jacob, der unter dem Druck ständiger Erwartungen zusammenbricht und in einer surrealen Zwischenwelt landet». Die 2D- und 3D-Animation mit Realfilm-Elementen ist knapp neun Minuten lang. Neben «The Panic Inside» gibt es in der Kurzfilm-Sparte Animation noch zwei weitere Gewinnerfilme von Hochschulen in Frankreich. 

Preise in Gold, Silber und Bronze

Für die jeweils drei Gewinnerfilme in den Sparten «Narrative/Erzählung», «Animation», «Dokumentation» und «Alternative/Experimental» bleibt es weiter spannend, denn erst bei der Verleihung im September wird die Reihenfolge der Preise – Gold, Silber oder Bronze – bekanntgegeben. Alle Preisträger können mit ihren Filmen auch in den Kurzfilm-Sparten beim Oscar-Wettbewerb 2027 antreten.

Gewöhnlich werden die Preise in Hollywood verliehen, doch in den vergangenen beiden Jahren fand die Gala in New York (2025) und in London (2024) statt. In diesem Jahr werden die Trophäen erstmals im Rahmen des International Film Festivals (TIFF) im kanadischen Toronto vergeben. 

Deutsche Talente unter Gewinnern

Der Studenten-Oscar ist ein begehrter Nachwuchspreis. Im vorigen Jahr holte der deutsche Regisseur Tobias Eckerlin, Absolvent der Filmakademie Baden-Württemberg, mit seinem Kurzfilm «A Sparrow’s Song» in der Kategorie Animation die Spitzen-Trophäe in Gold. 

Sprungbrett nach Hollywood

Mit den Trophäen ehrt die Akademie seit 1972 Auslands-Regisseure und junge Talente von Filmhochschulen in den USA. Der Studenten-Oscar hat sich als Sprungbrett für eine Hollywood-Karriere erwiesen. Regisseure wie John Lasseter («Toy Story»), Spike Lee («Malcolm X»), Robert Zemeckis («Zurück in die Zukunft») und Cary Fukunaga («Keine Zeit zu sterben») zählen zu früheren Preisträgern.

Quelle: dpa

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Sprengstoff-Drohne am Flughafen: «Fremde Mächte» am Werk? https://www.radio-plassenburg.de/sprengstoff-drohne-am-flughafen-fremde-maechte-am-werk-11643225/ Wed, 05 Aug 2026 22:30:05 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260805-930-489729 Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hält den Vorfall mit einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle für einen Anschlag, der auf hochprofessionelle Täter zurückgeht. Dabei schließt er auch «fremde Mächte» als Drahtzieher nicht aus. Es handele sich um ein «hybrides Anschlagsszenario», sagte Dobrindt am Abend in einer Pressekonferenz am Flughafen. Solche hybriden Bedrohungslagen müssten sehr professionell vorbereitet und umgesetzt werden.

Man brauche dafür ein hohes Maß an Technikerfahrung und Erfahrung im Umgang mit Sprengstoff. Außerdem sei davon auszugehen, dass es sich bei dem verwendeten Sprengstoff um militärischen Sprengstoff handele. «Das alles deutet nicht auf amateurhaftes Vorgehen hin. Wir reden hier von einer professionellen hybriden Bedrohungslage, mit der wir uns weiter auseinandersetzen müssen», so Dobrindt.

Drohne in der Nähe einer ukrainischen Transportmaschine 

Die Drohne mit der Sprengvorrichtung war in der Nacht zum Mittwoch auf der Start- und Landebahn «Südpiste» am Flughafen Leipzig/Halle entdeckt worden. Sie befand sich nach Angaben aus Sicherheitskreisen nahe einer ukrainischen Transportmaschine vom Typ Antonow AN-124 Condor. Spezialisten der Bundespolizei entschärften die Sprengvorrichtung.

Ein mutmaßlich zweites unbekanntes Flugobjekt sei mit einem Frachtflugzeug zusammengestoßen, nachdem das Flugzeug wegen der zuvor erfolgten Sperrung der Landebahn wieder durchgestartet sei, erklärte das sächsische Landeskriminalamt (LKA). An der Maschine wurden nach der Landung in Hannover leichte Beschädigungen festgestellt.

Lagebesprechung mit den Spitzen der Sicherheitsbehörden

Dobrindt hatte nach dem Vorfall seinen Sommerurlaub unterbrochen, um zu einer Lagebesprechung mit dem sächsischen Innenminister Armin Schuster (CDU) und den Spitzen der Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern am Flughafen Halle/Leipzig zu reisen. 

In einer Pressekonferenz sagte er, alle Spekulationen über die Art des Sprengstoffs, die Konstruktion der Drohne, ihre Herkunft und die Frage, wer dahinterstecke, seien jetzt Teil der Ermittlungen. «Alle Spekulationen, die es darüber gibt, müssen nicht in die richtige Richtung gehen, können einfach grundfalsch sein.» Man müsse in alle Richtungen ermitteln.

Aber: «Dass eine Drohne bewaffnet mit Sprengstoff sich hier auf einem Flughafengelände befindet, das ist ein neues Bedrohungsszenario», so Dobrindt. Man habe es mit einem Wettbewerb zu tun, der «möglicherweise auch fremde Mächte» mit einschließe, die offensichtlich zu erheblicher Verunsicherung in Deutschland beitragen wollten. 

Mit hybriden Angriffen sind in der Regel Angriffe im Verborgenen gemeint, die nicht auf direkte Konfrontation abzielen, sondern Verunsicherung schaffen sollen. Dabei können verschiedene Instrumente wie Sabotage, wirtschaftlicher Druck oder Desinformation zusammenkommen.

Flughafenverband sieht Lücken

Wie an anderen Flughäfen auch musste der Flugverkehr in Leipzig in den vergangenen Jahren nach Drohnensichtungen mehrmals eingestellt werden. Im vergangenen Herbst hatte etwa der Betrieb am Flughafen München wegen Drohnen-Überflügen wiederholt eingestellt werden müssen. In der Folge wurde ein Gemeinsames Drohnenabwehrzentrum zum Austausch zwischen Bund und Bundesländern bei der Bundespolizei eingerichtet, das laut Dobrindt auch im aktuellen Fall aktiv ist.

Auf die vom Innenministerium zugesagte Ausstattung mit Systemen zur Detektion und Abwehr von Drohnen warten die Flughäfen Berlin, München, Düsseldorf, Stuttgart, Hamburg, Leipzig/Halle und Köln/Bonn allerdings noch, wie der Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbands ADV, Ralph Beisel, erklärte.

Quelle: dpa

 

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Unwetter: Bäume stürzen auf Autobahnen in Bayern https://www.radio-plassenburg.de/unwetter-baeume-stuerzen-auf-autobahnen-in-bayern-11643204/ Wed, 05 Aug 2026 22:13:03 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260805-930-489701 Umgestürzte Bäume haben während eines Unwetters auf zwei Autobahnen in Oberbayern für kurzzeitige Sperrungen gesorgt. An der A8 zwischen den Anschlussstellen Rohrdorf und Achenmühle (Landkreis Rosenheim) sei am Abend ein Baum umgestürzt, sagte ein Polizeisprecher. Der Baum habe auf die Fahrbahn geragt und musste von Feuerwehrleuten weggeräumt werden. Während der etwa halbstündigen Sperrung bildete sich demnach ein kleinerer Stau. 

Auch auf der gut 70 Kilometer entfernten A95 musste die Feuerwehr ausrücken. Zwischen den Anschlussstellen Kochel am See und Sindelsdorf (Landkreis Weilheim-Schongau) war ebenfalls ein Baum umgestürzt. 

Polizei: allgemein wenige Unwettereinsätze

Laut Polizei hat es am Abend insgesamt nur wenige Einsätze wegen des Wetters gegeben. Die Beamten des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd zählten bis am späten Abend etwa 25 Einsätze. Auch andere Präsidien in der Südhälfte des Freistaates sprachen von vereinzelten Einsätzen, etwa wegen weiterer umgestürzter Bäume. Verletzte wurden nicht gemeldet.

Der Wetterdienst hatte vor Unwettern für die Regierungsbezirke Oberbayern und Schwaben gewarnt. Die Meteorologen rechneten örtlich mit Regen von etwa 30 Litern pro Quadratmetern in einer Stunde sowie schweren Sturmböen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 Kilometern pro Stunde.

Quelle: dpa

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Neuer James Bond-Darsteller soll noch dieses Jahr feststehen https://www.radio-plassenburg.de/neuer-james-bond-darsteller-soll-noch-dieses-jahr-feststehen-11643135/ Wed, 05 Aug 2026 19:51:06 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260805-930-489550   Wer wird der neue James Bond? Der nächste 007-Darsteller soll noch in diesem Jahr bekanntgegeben werden. Das verriet die Filmproduzentin Amy Pascal («Spider-Man: Brand New Day»), die nach der Übernahme des Bond-Franchise durch Amazon MGM Studios den nächsten Film der Kultreihe produzieren wird.

Entscheidung noch in diesem Jahr?

«Ich würde sagen, Ende des Jahres ist ein realistischer Zeitrahmen», sagte Pascal dem Branchenmagazin «Deadline» mit Blick auf die Besetzung der begehrten Rolle. «Wir gehen das Ganze mit größter Sorgfalt und sehr systematisch an.» Seit Jahren wird darüber spekuliert, wer Daniel Craig als 007 beerben wird.

Amy Pascal hat Bond-Erfahrung. Sie war von 2003 bis 2015 Co-Vorsitzende von Sony Pictures. Das Studio vertrieb und finanzierte in dieser Zeit die Bond-Filme «Casino Royale» (2006), «Ein Quantum Trost» (2008), «Skyfall» (2012) und «Spectre» (2015). Produziert wurden sie noch von Barbara Broccoli und Michael G. Wilson. Das Duo hatte die kreative Kontrolle über die Agentenfilmreihe im vergangenen Jahr an Amazon MGM abgegeben.

Warum der neue Bond es schwer hat

«Ich habe bereits mit Barbara Broccoli im Studio zusammengearbeitet und weiß daher: Daniel Craig hinterlässt riesige Fußstapfen», sagte Pascal jetzt. «Ihn zu beerben, ist keine leichte Aufgabe. Deshalb muss der Neuanfang etwas wirklich Besonderes sein – mutig, mitreißend und vor allem anders als das, was wir bisher gesehen haben.»

In britischen Medien wurden unter anderem Aaron Taylor-Johnson, Callum Turner und der Australier Jacob Elordi als mögliche Kandidaten gehandelt. Insidern zufolge soll die Rolle von einem eher unbekannten britischen Schauspieler besetzt werden, der Ende 20 oder Anfang 30 ist. Für die Suche wurde die britische Casting-Direktorin Nina Gold («Konklave», «Hamnet») engagiert.

Regie beim neuen 007-Abenteuer führt der Kanadier Denis Villeneuve («Dune»-Reihe, «Blade Runner 2049»). Das Drehbuch schreibt der Brite Steven Knight («Peaky Blinders»), der sich im dpa-Interview vor einigen Monaten bedeckt hielt: «Ich kann nur sagen, dass ich die Arbeit liebe, aber mehr nicht.»

25 Filme in 60 Jahren – und zwei Konkurrenzproduktionen

Der erste James-Bond-Film «James Bond – 007 jagt Dr. No» kam 1962 in die Kinos und wurde von Albert R. «Cubby» Broccoli und Harry Saltzman produziert. Nach Saltzmans Ausstieg 1975 führte Broccoli die Reihe zunächst allein weiter. Ab «GoldenEye» 1995 übernahmen seine Tochter Barbara und sein Stiefsohn Michael G. Wilson als Produzenten.

Das von Broccoli und Saltzman gegründete Unternehmen EON Productions produzierte insgesamt 25 Bond-Filme mit sechs Darstellern. Der letzte war «Keine Zeit zu sterben» (2021). Zwei weitere 007-Filme, die Komödie «Casino Royale» (1967) und das «Feuerball»-Remake «Sag niemals nie» (1983), wurden von Konkurrenzfirmen produziert.

Quelle: dpa

 

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