© Sebastian Gollnow

Fehlende soziale Kontakte: Grundschülern macht Distanzunterricht zu schaffen

Den Erst- und Zweitklässlern macht der Distanzunterricht zu schaffen. Das bemerken Eltern und Grundschullehrer schon länger. Im Gespräch mit unserem Sender, hat Nadine Lutz, eine Kulmbacher Grundschullehrerin erklärt, dass vor allem der fehlende Kontakt zu den Klassenkameraden und Freunden ein großes Problem sei. Das führe dazu, dass sich immer mehr Kinder zurückziehen und vereinsamen, sagt die Lehrerin. Außerdem sei es nicht möglich, die Kinder über den Computerbildschirm genauso zu unterstützen, wie es im Präsenzunterricht üblich ist. Durch die kurze Konzentrationsspanne der Schüler, arbeite man hauptsächlich mit Arbeitsblättern und Heften. So bekommen sie zumindest die Grundlagen beigebracht. Was den Kindern fehle sei vor allem die Übung. Gerade beim Lesen, Schreiben oder Rechnen werde sich das auch in den nächsten Jahrgangsstufen bemerkbar machen, so Lutz weiter. Wie groß die Wissenslücken tatsächlich sein werden, hänge davon ab, wie lange die Grundschüler noch von zu Hause aus lernen müssen. Aus dem Schulamt in Kulmbach heißt es, dass schon viele Eltern angerufen und darum gebeten hätten, dass alle Grundschüler wieder zurück in den Präsenzunterricht dürfen.