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Handel begrüßt FFP2-Maskenpflicht

München (dpa/lby) – Der bayerische Handel sieht die beschlossene Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken in Einzelhandel und Nahverkehr positiv. «Es ist ein logischer Schritt, denn die Fallzahlen gehen bisher nicht zurück», sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann, am Dienstag. Die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske sei ein Schlüssel, dies zu ändern und «ein Türöffner, den Einzelhandel wieder zu öffnen». Dadurch werde Einkaufen sicherer. «Das ist genau das, was wir brauchen.»

Allerdings sieht Ohlmann die relativ kurze Zeit zwischen Ankündigung und Umsetzung kritisch. «Wir hätten uns mehr Vorlauf gewünscht», sagte er. Die FFP2-Maskenpflicht für Einzelhandel und Nahverkehr gilt in Bayern auf Beschluss des Kabinetts von Montag an. Einfache Stoffmasken oder Mundschutze reichen dann nicht mehr aus. FFP2-Masken bieten deutlich mehr Schutz gegen das Coronavirus.

Ohlmann sagte, er erwarte einen «heißen Montag» mit teils hitzigen Diskussionen mit Kunden, wenn diese ohne FFP2-Maske nicht mehr in die Geschäfte gelassen würden. Der Handel werde jedenfalls aus eigenem Interesse strikt auf die Einhaltung achten. Die verbleibende Zeit werde die Branche nutzen, um Kunden auf die Maskenpflicht hinzuweisen und vorzubereiten.