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Fichtelgebirge als Atommüll-Endlager noch im Rennen: Landtagsabgeordneter Martin Schöffel äußert sich kritisch

Noch ist das Fichtelgebirge nicht aus dem Schneider – die Bundesgesellschaft für Endlagerung, kurz BgE hat gestern (Mo) eine Karte mit möglichen Standorten für das geplante Atommüll-Endlager veröffentlicht. Das bislang einzige Kriterium dafür ist die Bodenbeschaffenheit gewesen, als Granitregion ist das Fichtelgebirge damit weiterhin dabei. Der Kulmbach-Wunsiedler Landtagsabgeordnete Martin Schöffel äußert sich klar zu diesem Vorhaben. Seiner Meinung nach müsse man sich gegen dieses Projekt und vor allem die Vorgehensweise wehren. Gerade der zerklüftete Granit im Fichtelgebirge sei völlig ungeeignet, um dort Atommüll zu lagern – vor allem, weil Experten von einem Lagerungszeitraum von einer Million Jahren sprechen. Etwas entspannter sehen der Wunsiedler und der Hofer Landrat, Peter Berek und Oliver Bär den Zwischenbericht des BgE. Beide sind der Meinung, dass das Fichtelgebirge genau aus diesem Grund sowieso irgendwann ausscheide. Eine Entscheidung wird erst in 11 Jahren getroffen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder erklärte, dass man das Vorhaben sowohl konstruktiv als auch kritisch begleiten werde.