Flugzeugunglück in Kulmbach: verunglückte Insassen und Flugzeug geborgen

Nach dem Flugzeugunglück gestern Abend auf dem Kulmbacher Flugplatz konnten die Insassen heute Morgen und das Wrack am Mittag geborgen werden. Mittlerweile steht auch die Identität des Piloten fest. Klaus Georg Purucker, der 52-jährige Chef der gleichnamigen Metallbaufirma aus Untersteinach, saß am Steuer des Ultraleichtfliegers, er hat den Absturz nicht überlebt. Auch für seinen Begleiter, einen 51-Jährigen, kam jede Hilfe zu spät. Über seine Identität ist noch nichts Genaues bekannt.

Das Sportflugzeug, das Purucker gehörte, hatte sich nach Angaben der Polizei in noch geringer Höhe am Ende der Landebahn gedreht, kam erst mit einer Tragfläche und dann mit der Front am Boden auf, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Beide Insassen wurden eingeklemmt, eine Notärztin konnte nur noch ihren Tod feststellen. Die Ursache ist noch völlig unklar, warum es zu dem Absturz des Luftsportgerätes kam.

Die Bergung der Männer aus dem Wrack war wegen der Explosionsgefahr der Treibladung für den Sicherheitsfallschirm zunächst nicht ohne Gefährdung der zeitweise mehr als 100 Einsatzkräfte möglich. Zwei Sachbearbeiter für Flugunfälle der Kriminalpolizei Bayreuth haben zusammen mit Mitarbeitern der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung an der Absturzstelle die Ermittlungen aufgenommen. Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks blieben über Nacht an der abgesperrten Unglücksstelle.

Heute Vormittag gelang es dem Sachverständigen zusammen mit den Mitarbeitern der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung und eines örtlichen Spezialisten, die Explosionsgefahr zu beheben. Erst dann konnten die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks und der Feuerwehr das Wrack mit technischer Unterstützung umdrehen und die beiden Insassen bergen.

Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischen Hilfswerks, Rettungsdienst mit zwei Hubschraubern sowie mehrere Polizeistreifen waren im Einsatz.

Ein Sachverständiger für Flugunfälle wurde hinzugezogen. Auch das Luftfahrtbundesamt ist eingeschaltet. Die Kripo ermittelt. Der Sachschaden wird auf 120.000 Euro geschätzt.