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Fränkische Bibel macht Fortschritte

Lichtenau (dpa/lby) – Ein Gesangbuch auf Fränkisch gibt es schon, bald soll die Bibel folgen: Das Projekt von Pfarrer Claus Ebeling aus dem mittelfränkischen Lichtenau kommt voran. Fast 90 begeisterte Fränkinnen und Franken hatten sich auf seinen Aufruf gemeldet und in diesem Jahr fleißig Texte in Dialekt übersetzt. Inzwischen sei etwa die Hälfte der Textabschnitte eingegangen, sagt Ebeling. Diese müssten nun gegengelesen und korrigiert werden. Ende 2023 soll die Bibel auf Fränkisch erscheinen.

Seit 25 Jahren engagiert sich Ebeling im Arbeitskreis Mundart der evangelischen Kirche in Bayern, der sich für Gottesdienste und biblische Texte in Dialekt einsetzt. Das «Fränggischn Psalder», ein fränkisches Gesangbuch, hat er bereits herausgebracht. Die Bibel ist natürlich viel umfangreicher, wobei Ebeling für das Alte Testament schon eine Auswahl getroffen hat. Trotzdem gilt es immer noch rund 480 Textabschnitte zu übersetzen.

Dass diese von ganz unterschiedlichen Autorinnen und Autoren stammten, werde sich bemerkbar machen, erläutert Ebeling. Denn von Dorf zu Dorf spreche man ein anderes Fränkisch, und auch über die Generationen verändere sich die Mundart. Das Alter der vielen Freiwilligen reicht seinen Angaben nach von Mitte 30 bis Mitte 80.

Wenn im kommenden Jahr alle Texte vorliegen, können Ebeling und sein Team mit dem Layout beginnen. Illustriert werden soll die fränkische Bibel mit Fotografien von biblischen Motiven, aufgenommen in Kirchen in Franken. Diese müssten dann den einzelnen Texten zugeordnet werden, sagt Ebeling.

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