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Freie Wähler: Mehr regionale Freiheiten bei Corona-Regeln

Wildpoldsried (dpa/lby) – Zum Auftakt seiner Klausur hat der Landesvorstand der Freien Wähler mehr regionale Freiheiten bei Corona-Maßnahmen gefordert. Das gelte für Punktspiele im Breitensport, Christkindlmärkte und Veranstaltungen wie Kongresse und Tagungen, sagte der Landesvorsitzende und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger am Freitag in Wildpoldsried. Hier sei mehr Offenheit für regionale, dem Infektionsgeschehen angepasste Lösungen nötig. «Ich fände es schade, wenn wir den Breitensport im Stich ließen», sagte Aiwanger.

Ihre Landesversammlung am 24. Oktober wollen die Freien Wähler demnach wie geplant mit Mitgliedern stattfinden lassen. «Verschieben macht es nicht besser», sagte Aiwanger am Freitag. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte zuvor angekündigt, dass der Koalitionspartner seinen für Dezember geplanten Präsenzparteitag wegen der unklaren Corona-Infektionslage ins kommende Jahr verschieben wolle.

Bei einem Besuch des Allgäuer Energiedorfs Wildpoldsried beriet der Vorstand des Landesverbands am Freitag auch über das Thema Energiewende. Aiwanger forderte unter anderem, die Produktion von grünem Wasserstoff von der EEG-Umlage zu befreien: «Das wäre ein Riesenbefreiungsschlag für den Wasserstoff.»

Ein weiteres Ziel der Freien Wähler bleibe der Einzug in den Bundestag, betonte Aiwanger. Er sehe die Notwendigkeit, dass eine «vernünftige, bürgerliche Kraft der Mitte» 2021 auf dem Wahlzettel stehe: «Wir wollen Herrn Söder nicht allein nach Berlin ziehen lassen.» Bei den ebenfalls im kommenden Jahr anstehenden Landtagswahlen sei man derzeit auf einem «guten Weg».