Polizisten suchen abgesteckte Bereiche rund um den Fundort des Ermordeten mit Metalldetektoren ab., © Nicolas Armer/dpa

Funde zum «Cold Case» Klaus Berninger werden untersucht

Die bei einer polizeilichen Suchaktion zu einem ungelösten Mord in Unterfranken gefundenen Gegenstände werden nun auf Spuren untersucht. Mit einem Ergebnis rechnet die Polizei bis Freitag, wie ein Sprecher am Mittwoch sagte. Ob unter den Funden auch die Tatwaffe sein könnte, mit der der Jugendliche Klaus Berninger aus Wörth am Main (Landkreis Miltenberg) Ende 1990 getötet wurde, wollte der Sprecher nicht sagen. Die Polizisten hätten unter anderem jede Menge Kronkorken und metallische Gegenstände entdeckt.

Die Beamten hatten am Dienstag ein rund 2500 Quadratmeter großes Waldstück, in dem die Leiche des 16 Jahre alten Bäckerlehrlings gefunden worden war, systematisch abgesucht. Die Ermittler gehen nach derzeitigem Stand von einem oder mehreren Tatbeteiligten mit Ortskenntnis aus dem Umfeld des Opfers aus. Die Polizei hatte den ungeklärten Fall kürzlich wieder aufgenommen. Nach bisheriger Erkenntnis starb der junge Mann durch Gewalt mit einem scharfkantigen Werkzeug gegen den Hals.