Gekündige Ärzte geben auf: Epilepsie-Fachmediziner vom Klinikum Bayreuth akzeptieren Kündigung

Die beiden rausgeworfenen Ärzte vom Klinikum in Bayreuth geben auf. Nachdem das Krankenhaus gegen das jüngste Urteil des Arbeitsgerichts Berufung eingelegt hat, erwarten sie, dass der Rechtsstreit um Weiterbeschäftigung und Hausverbot noch mindestens zwei Jahre dauert. Die absehbare permanente Unsicherheit über seinen Arbeitsplatz und seinen Lebensmittelpunkt wolle das Arzt-Ehepaar nicht auf sich nehmen, schreibt sein Anwaltsbüro. Deswegen nehmen die beiden ein Einigungsangebot des Krankenhauses an und akzeptieren eine ordentliche Kündigung und die damit verbundenen Zahlungen.
Leidtragende, lassen die Ärzte über ihren Anwalt wissen, seien die Patienten am Bayreuther Klinikum in der Epilepsie-Abteilung. Immerhin habe das Gericht dort Missstände festgestellt. Ihr Ziel sei eine dem aktuellen Stand der Medizin entsprechende Versorgung gewesen, die sei nicht gegeben.
Gleichzeitig holen die beiden rausgeworfenen Krankenhausärzte zu einer Medienschelte aus. Die örtlichen Medien hätten nicht einmal ansatzweise versucht, zur Aufklärung beizutragen und trügen entsprechend eine Mitschuld, wenn sich an der Versorgung am Bayreuther Klinikum nichts ändere.