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Bund gibt 15 Millionen Euro für Städtebauprojekte in Bayern

München/Berlin (dpa/lby) – Mit rund 15 Millionen Euro unterstützt der Bund fünf städtebauliche Projekte in Bayern. 5,75 Millionen Euro gibt es für den Wiederaufbau des historischen Rathauses in Straubing, das 2016 bei einem Brand stark beschädigt worden war. So solle der historische Glanz wieder entstehen und zugleich die Nutzung als modernes Rathaus möglich werden, teilte das Bundesinnenministerium in Berlin am Mittwoch mit.

Vier Millionen Euro fließen in die Sanierung des Wannenbadtraktes des Nürnberger Volksbads – laut Ministerium ein eindrucksvolles Zeugnis der Bäderkultur des Jugendstils. Eine Million Euro gehen nach Landshut für die Sanierung und Erweiterung des Stadttheaters, während die Gestaltung der Saaletaler Höfe im unterfränkischen Gräfendorf 2,6 Millionen Euro bekommt. Das Vorhaben von hoher baukultureller Qualität solle Vorbild für andere Orte im ländlichen Raum sein, so die Begründung.

Eine Erinnerungsstätte auf dem Gelände eines ehemaligen Lagers der Nationalsozialisten für Zwangsarbeiter in München-Neuaubing wird mit 1,66 Millionen Euro unterstützt. Die Baracken sind nach Auskunft der Stadt eines der wenigen erhaltenen baulichen Zeugnisse der Ausbeutung von Zwangsarbeitern. Zwischen 1942 und 1945 hatten die Nazis hier rund 1000 Menschen untergebracht. Mit dem NS-Dokumentationszentrum will die Stadt einen Ort der Erinnerung und des Lernens schaffen.

Insgesamt fördert der Bund 24 Projekte aus ganz Deutschland mit zusammen rund 75 Millionen Euro.

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