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Grippeimpfstoff wird knapp: Kulmbacher Ärztevorsitzender sieht Problem bei den Herstellern

Die Gesundheitsministerien rufen immer wieder dazu auf, sich in diesem Corona-Winter erst recht gegen die Grippe impfen zu lassen. Wider Erwarten geht jetzt aber überall der Grippeimpfstoff aus.
Auch in Kulmbach ist das der Fall, wie Dr. Thomas Koch aus Mainleus im Radio Plassenburg-Gespräch erklärt, er ist Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbandes Kulmbach.
Er habe in den letzten dreieinhalb Wochen so viele Impfdosen verabreicht wie sonst in einem ganzen Winter. Den Grund für die Lieferengpässe sieht Koch bei den Herstellern. Die hätten anfangs versprochen, dass ausreichend Impfdosen vorhanden sein werden. Das sei jetzt aber doch nicht der Fall, so Koch.
Schon jetzt müssten viele Dosen aus dem Ausland importiert werden. Den noch vorhandenen Impfstoff spritzen die Ärzte jetzt vorrangig den Patienten, die es dringend nötig haben – also vor allem Älteren und Menschen mit Vorerkrankung oder schwachem Immunsystem.

Brigitte Angermann, die  Geschäftsführerin am Kulmbacher Klinikum hat unserem Sender heute Morgen erklärt, dass gerade eine Nachlieferung mit Impfstoff eingetroffen sei. Das Klinikum könne seinem Personal damit einen dritten Impftermin Mitte November anbieten.