Großer Andrang bei begrenzten Kapazitäten: Unterbringung von Flüchtlingen ist eine große Herausforderung

Die Zahl der Flüchtlinge steigt immer weiter an, die Kapazitäten aber nicht. Das war heute großes Thema in der Sitzung des Schul-, Sozial- und Migrationsausschusses im Kulmbacher Landratsamt. Diese Woche werden noch zehn Flüchtlinge bei uns erwartet, bis Ende des Jahres noch 60. Deren Unterbringung wird allerdings eine Herausforderung. Andere Städte – beispielweise Bayreuth – lassen die Asylbewerber in Turnhallen unterkommen. Das möchte der Landkreis Kulmbach nach Möglichkeit vermeiden, um den Schülern nach zwei Jahren Pandemie den Schulsport weiter zu ermöglichen. Gleichzeitig sollen die Flüchtlinge gerecht auf den Landkreis aufgeteilt und nicht alle einer Gemeinde zugewiesen werden.
Deswegen erneut der Aufruf aus dem Landratsamt: wer Wohnraum zur Verfügung stellen kann, möge sich bitte melden.
Aktuell leben rund 250 Asylbewerber im Landkreis Kulmbach. Die Verantwortlichen am Landratsamt gehen nicht davon aus, dass der Andrang in den nächsten Monaten weniger wird.
Die Unterbringung der Geflüchteten ist das Eine – die Betreuung vor Ort das Andere. Denn sie müssen in unseren Alltag integriert werden und brauchen dabei Hilfe. Die bekommen sie im Kulmbacher Land von sogenannten Integrationsbegleitern. Die übersetzen, packen mit an und beantworten alltägliche Fragen. Da der Flüchtlingsstrom in den kommenden Monaten wahrscheinlich nicht abreißen wird, sucht das Kulmbacher Landratsamt weitere Integrationsbegleiter. Wer Interesse hat, kann sich bei Souzan Nicholson im Landratsamt melden.
(Tel.: 0921/707 130
E-Mail: integrationsbegleiter@landkreis-kulmbach.de )