Grüne Bilanz für Oberfranken: Bund Naturschutz beheält Himmelkron im Auge

Auch in Oberfranken sind große Anstrengungen beim Insektenschutz notwendig, die hier immer weniger Platz zum Leben haben. Das geht aus der Grünen Bilanz hervor, die der Bund Naturschutz für Oberfranken vorlegt.

In Oberfranken zeigt sich die gleiche Entwicklung wie in anderen Regionen auch. Trotz der Bemühungen und Biotoppflege gehen die Lebensräume für Bienen, Falter und Heuschrecken weiter zurück. Auch in ausgewiesenen Schutzgebieten gilt der früher in den Fichtelgebirgsmooren weit verbreitete Hochmoorgelbling beispielsweise als ausgestorben. Solange in der Landwirtschaft gespritzt und bis an Gewässerränder geackert wird, kann das Artensterben nicht aufgehalten werden.

Als Erfolge für die Natur in der Region bezeichnet der BN die Verhinderung eines Feriendorfes im Landschaftsschutzgebiet bei Steinwiesen im Landkreis Kronach, die Verhinderung eines Großeinkaufszentrums bei Hallerndorf im Landkreis Forchheim und den Stopp der Planungen für den vierspurigen Ausbau der B303 bei Schirnding im Landkreis Wunsiedel. Besonders im Fokus hat der BN das neue Gewerbegebiet, das die Gemeinde Himmelkron neben der Autobahn ausweisen will.
Und Naturthemen ziehen: der BN in Oberfranken hat vergangenes Jahr fast 18.000 neue Mitglieder gewonnen – 235.000 sind es in ganz Bayern.