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Grüne werfen Söder Scheinheiligkeit vor

Landshut (dpa/lby) – Die Grünen werfen der CSU Scheinheiligkeit in der Klima- und Umweltpolitik vor. «Die CSU ergrünt, ohne zu erröten», sagte die bayerische Europa-Spitzenkandidatin Henrike Hahn beim politischen Aschermittwoch ihrer Partei in Landshut.

«Er will jetzt alles grüner machen», fügte die Chefin der bayerischen Landtags-Grünen, Katharina Schulze, über Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hinzu. «Ich warte ja nur darauf, dass er irgendwann pressewirksam in Latzhose, Jesuslatschen und mit Jutebeutel in die Staatskanzlei marschiert.» Im Landtags-Wahlkampf sei die CSU nach rechts gerückt, vor der Europawahl wolle sie sich pro-europäisch präsentieren. Das passe nicht zusammen.

Die Grünen präsentierten sich am Aschermittwoch betont als pro-europäische Partei und vor allem auch als Frauenpartei. Dafür gaben sie für die Veranstaltung den Hashtag #Frauenpower an. Hahn schickte einen Extragruß in die Dreiländerhalle: «Liebe Frauen da drüben in Passau bei der Männerpartei CSU», sagte sie. «Da wo alle Frauen minus eins heute nichts sagen dürfen. Solidarische, feministische Grüße an Euch.» Bei der CSU stand auf der Rednerliste lediglich eine Frau.

Beim grünen Aschermittwoch standen mit Schulze, Hahn und der Bundesvorsitzenden Annalena Baerbock drei Frauen auf der Rednerliste. Der bayerische Landesvorsitzende Eike Hallitzky begrüßte sie dennoch als «Triumvirat» – also Bund dreier Männer.