Gute Azubis sind schwer zu bekommen: HWK für Oberfranken sucht neue Ansätze

Es braucht Wertschätzung, Interesse, Verständnis und viel Engagement, um heutzutage gute Auszubildende zu bekommen. Das war der Tenor bei einer Info-Veranstaltung der Handwerkskammer für Oberfranken mit gut 100 Handwerkern auf Schloss Thurnau. Azubis können sich heutzutage die Betriebe aussuchen. Beispiele, wie auch Firmen gute Nachwuchsarbeit leisten können, gabs in Thurnau.
Eine Baufirma aus Münchberg, die sich einen Coach leistet. Der sagt, junge Leute sind, wenn sie neu in den Betrieb kommen, oft unsicher und schmeißen auch mal schnell wieder hin. Er hilft ihnen dabei, rein zu kommen, vermittelt zwischen Chef und Neuling und hilft den Azubis fit zu werden im neuen Job.

Ein Sportcoach machte in Thurnau deutlich, die Handwerker sollten ihre Azubis fördern und ihnen etwas zutrauen. Außerdem sei auch beim Handwerk die Digitalisierung wichtig. Mordernste Technik mache es zum Beispiel möglich, dass die meisten Mitarbeiter nicht mitten in der Nacht in der Backstube stehen müssen. Ein Bäcker, der das schon umsetzt, hat aktuell mehr Bewerbungen als Ausbildungsstellen.