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Halleluja auf der Höhe

München (dpa/lby) – Die bayerischen Berge mit ihren Gipfelkreuzen, Kapellen und Kirchen werden in den kommenden Wochen zur Pilgerstätte. Katholische und evangelische Christen feiern bis in den Herbst viele hundert Bergmessen. «Die Sorgen bleiben im Tal, und man fühlt sich Gott besonders nahe», zitiert Bayerns evangelische Kirche Pfarrer Frank Wagner aus Oberstaufen im Oberallgäu. Wanderer haben eine große Auswahl. Auf der Zugspitze etwa lockt die höchstgelegene Kapelle Deutschlands. Bei gutem Wetter gebe es hier immer sonntags um 12.00 Uhr einen Gottesdienst, teilte das Erzbistum München und Freising am Montag mit. Bereits um 11.00 Uhr lädt die höchstgelegene richtige Kirche auf dem Wendelstein zur Messe.

Frühaufsteher können Messen mit den ersten Sonnenstrahlen am Gipfelkreuz feiern, andere starten erst bei Sonnenuntergang oder treffen sich zum ökumenischen Familiengottesdienst. Viele Orte seien auch mit Seilbahnen oder Sesselliften erreichbar, etwa für Eltern mit Kindern und ältere Menschen, schreibt die evangelische Kirche im Internet. Besonders ist die traditionelle Gatterl-Messe auf der Zugspitze. Am 9. September um 10.30 Uhr werde hier der bayerischen Polizisten gedacht, die im Dienst tödlich verunglückt sind, teilte das Erzbischöfliche Ordinariat mit.

Weitere bekannte Bergmessen gibt es etwa in der Leonhardikapelle in Fischhausen am Schliersee, auf der Winklmoos-Alm, am Spitzingsee oder auf dem Wallberg. Darüber hinaus zieht es auch Pfarreien, Vereine und kirchliche Gruppen aus anderen Teilen Bayerns in die Berge, um dort Gottesdienste zu feiern.