Hartz IV trotz Vollzeit-Beschäftigung: IG BAU kritisiert Niedriglohnsektor

Rund einem Viertel der Berufstätigen in Oberfranken könnte laut IG BAU im Alter Hartz IV drohen – und das trotz Vollzeitbeschäftigung. Die Gewerkschaft kritisiert den – so wörtlich – ausufernden Niedriglohnsektor. In der Region Kulmbach-Kronach und Lichtenfels sind es knapp 13.000 Beschäftigte, die nach Meinung der IG BAU nicht genug verdienen. Um als Rentner über die staatliche Grundsicherung zu kommen, müsse man vorher mindestens einen Stundenlohn von 12,63 Euro bekommen, heißt es. Etliche Unternehmen zahlen aber kaum mehr als den gesetzlichen Mindestlohn. Viele Arbeitnehmer geben sich damit auch zufrieden – aus Angst in Hartz IV abzurutschen. Stattdessen sollten sie aber auf den Tariflohn bestehen – gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels.