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Menschen bei Hauseinstürzen in Erftstadt gestorben

Erftstadt (dpa/lnw) – Beim Einsturz von Häusern in Erftstadt-Blessem sind Menschen ums Leben gekommen. «Es gibt Todesopfer», sagte eine Sprecherin der Bezirksregierung Köln.

In der Ortschaft war es zu massiven und schnell fortschreitenden Unterspülungen von Häusern gekommen. Eine Reihe von Häusern ist ganz oder teilweise eingestürzt.

Von der Bezirksregierung verbreitete Luftbilder und Fotos von dpa-Fotografen zeigen Erdrutsche von gewaltigem Ausmaß. Häuser wurden mitgerissen und verschwanden. Autos lagen in neu entstandenen riesigen Erdlöchern neben Betonteilen der ehemaligen Kanalisation.

Rufe aus den Häusern

Aus den Häusern kämen immer wieder Notrufe. Menschen könnten derzeit aber nur mit Booten vom Wasser aus gerettet werden, hatte die Behörde zuvor mitgeteilt. Dazu erschwere ein Gasaustritt die Rettungsarbeiten. Mehrere Pflegeheime würden geräumt.

Wie viele Menschen vermisst werden, konnte die Sprecherin der Bezirksregierung nicht sagen. Laut des zuständigen Landrates des Rhein-Erft-Kreises, Frank Rock (CDU), ist die Lage unübersichtlich. Er habe noch keine konkrete Zahl über Todesopfer oder Vermisste, sagte Rock dem TV-Sender ntv.

Es seien noch 50 Menschen mit Booten gerettet worden, aber auch wieder Menschen auf eigene Faust in bereits evakuierte Häuser zurückgekehrt. Die Flut sei sehr schnell gekommen. Senken hätten binnen zehn Minuten unter Wasser gestanden. Es habe kaum Zeit gegeben, die Menschen zu warnen.

«Es ist eine katastrophale Lage, wie wir sie hier noch nie hatten», sagte Rock.

Reul: Lage „ganz besonders kritisch“

Nach aktuellem Stand sind mindestens drei Wohnhäuser und ein Teil der historischen Burg eingestürzt. «Wir gehen von mehreren Toten aus, wissen es aber nicht», sagte der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) in Düsseldorf.

Im bisher durchforsteten östlichen Teil des Ortes gebe es keine Todesopfer, alle dort lebenden Menschen seien in Sicherheit. «Aber das ist noch nicht die ganze Stadt.» Die Lage in Erftstadt sei «wegen der Dynamik» zurzeit «ganz besonders kritisch» und noch sehr unübersichtlich.

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