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Hauser wird Nachfolger von «Rosenheim-Kopp»

München/Rosenheim (dpa/lby) – Der Vizepräsident des Bayerischen Landesamts für Verfassungsschutz, Manfred Hauser, wird neuer Polizeipräsident für Oberbayern Süd in Rosenheim. Das habe der Ministerrat auf Vorschlag von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) entschieden, teilte das Ministerium am Dienstag mit. Der 52-jährige Jurist folgt zum 1. Oktober dem langjährigen Polizeipräsidenten Robert Kopp nach, der Ende September in den Ruhestand geht.

Herrmann lobte die hohe Fachkenntnis und die Bandbreite des künftigen Polizeipräsidenten. Hauser war zunächst als Jurist bei verschiedenen Polizeiverbänden und wechselte dann in den Polizeivollzugsdienst. Unter anderem leitete der gebürtige Bad Aiblinger die Personalabteilung beim Polizeipräsidium München sowie Sachgebiete im Innenministerium.

Der bisherige Präsident – «Rosenheim-Kopp» genannt – geht nach 46 Dienstjahren in den Ruhestand. Seit 2015 leitete er das Präsidium in Rosenheim, zuvor war er Vizepräsident in München. Sein Rückzug sei eine Entscheidung für die Familie, sagte er in Interviews.

Kopp hatte seine Karriere 1975 als Praktikant bei der Münchner Polizei angefangen. Zuletzt konnte er im Corona-Jahr 2020 eine positive Bilanz ziehen: weniger Einbrüche, weniger Diebstähle, weniger Gewaltdelikte. Sein Präsidium steigerte die Aufklärungsquote bei 54.141 Straftaten auf 75,6 Prozent, das ist ein Spitzenwert. Allerdings nahmen etwa Kinderpornografie und Callcenter-Betrug zu. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd ist mit rund 2800 Mitarbeitern für rund 1,25 Millionen Einwohner zuständig.

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