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Heimliche Sexvideos und Missbrauchsbilder: Polizist in Lichtenfels verurteilt

Ein junger Lichtenfelser Polizist ist gestern wegen heimlicher Nacktaufnahmen von Frauen und wegen des Besitzes von kinderpornografischem Material zu eineinhalb Jahren Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Auch wenn der heute 26-Jährige mit einer Bewährungsstrafe davon gekommen ist, ist er seinen Job los, denn das Beamtenverhältnis endet ab einer Haftstrafe von einem Jahr. Zuletzt war er wegen der Vorwürfe suspendiert und es lief ein Disziplinarverfahren gegen ihn.

Der Prozess gegen den jungen Mann war wegen des großen Besucherandrangs gestern vom Lichtenfelser Amtsgericht ans Landgericht nach Coburg verlegt worden. Der Großteil der Verhandlung fand dann unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, weil der Angeklagte und auch die Zeuginnen zu ihrem Sexualleben befragt wurden.

Die Aufnahmen von den Frauen in intimen Situationen soll er im Schwimmbad über die Wand einer Umkleidekabine hinweg gemacht haben, bei gemeinsamen Urlauben oder bei Seminaren von Kolleginnen beim Umziehen, ohne dass die das wussten. Außerdem haben Ermittler auf seinem Computer  340 Bilder und über 70 Videos mit kinderpornografischem Inhalt gefunden.