Helium-Betäubungsanlage kommt später als gedacht: Betrieb wohl erst im Frühling

Die Helium-Betäubungsanlage am Kulmbacher Schlachthof kommt später als geplant. Das hat die Stadt Kulmbach der Frankenpost bestätigt. Eigentlich sollte die Anlage demnächst in Betrieb gehen, durch coronabedingte Verzögerungen wird sie aber erst im Frühjahr fertig, heißt es aus dem Rathaus.

Die Stadt hatte die Helium-Betäubungsanlage zusammen mit der Tönnies-Stiftung in Auftrag gegeben, noch bevor im Sommer schockierende Bilder aus dem Kulmbacher Schlachthof veröffentlicht wurden. Darauf waren Mitarbeiter zu sehen, die Schweine getreten und mit Elektroschockern getrieben haben.

Ob die Betäubung mit Helium eine Dauerlösung ist, steht laut Stadt noch nicht fest. Erst brauche die Anlage eine Zulassung, immerhin ist es die erste dieser Art weltweit.

Trotz der vielen Hürden ist die Stadt von Helium als Betäubungsmittel überzeugt. Die Tiere würden dadurch weniger leiden, und das wichtigste Argument, die CO2-Betäubung ist bekanntermaßen problematisch.

 

(Foto: Kulmbacher Schlachthof im Juni 2021)