Joachim Herrmann (CSU), Innenminister von Bayern., © Matthias Balk/dpa

Herrmann würdigt Eingreifen bei Messerangriff

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat nach dem Messerangriff in Ansbach das mutige Eingreifen eines Passanten gewürdigt. «Ganz besonders beeindruckt bin ich von dem 20-jährigen Mann, der dem zunächst angegriffenen 17-jährigen Jugendlichen selbstlos zu Hilfe geeilt ist», sagte Herrmann der «Bild»-Zeitung.

Ein 30-jähriger Mann hatte mit zwei Fleischermessern den 17-Jährigen angegriffen und war dann auf Polizeibeamte losgegangen, die ihn mit drei Schüssen aus ihren Dienstwaffen töteten. Über das Motiv des Afghanen, der als Asylbewerber nach Deutschland gekommen war, aber abgelehnt wurde und nur über einen noch eine Woche geltenden Duldungsstatus verfügte, herrschte am Freitag Unklarheit.

Der Messerangreifer habe dank des schnellen Eingreifens der Polizei bereits nach wenigen Minuten gestoppt werden können, sagte Herrmann der Zeitung weiter. «Auch hier hat sich ausgezahlt, dass wir in den vergangenen Jahren massiv in eine verstärkte Polizeipräsenz investiert haben.»

Der 20-Jährige rettete dem Jugendlichen womöglich das Leben. Der 17-Jährige habe zu diesem Zeitpunkt die massiven Messerangriffe in Todesangst gerade noch abwehren können, sagte Herrmann. «Es gehört eine gehörige Portion Mut dazu, einen mit Messern bewaffneten Mann in die Flucht zu schlagen, obwohl man sich selbst in Lebensgefahr bringt und verletzt wird. Ich hoffe, dass sich beide möglichst bald von ihren Verletzungen und traumatischen Erlebnissen erholen können.»

Beide Männer konnten den Ermittlern zufolge nach kurzer Behandlung das Krankenhaus verlassen.