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«Hinterzimmerpolitik»: Zeulner greift Schäuble an

Kulmbach (dpa/lby) – Die CSU-Kandidatin mit dem besten Erststimmen-Ergebnis, Emmi Zeulner, hat nach ihrem Wahlsieg den Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble (CDU) kritisiert. «Er hat maßgeblich die Union so dominant beeinflusst, beispielsweise bei der Findung des Kanzlerkandidaten. Das wurde im Hinterzimmer ausgekartelt», sagte Zeulner am Montag dem Bayerischen Rundfunk. Schäuble hatte mit seinem Veto gegen CSU-Chef Markus Söder mit dafür gesorgt, dass Armin Laschet (CDU) Kanzlerkandidat der Union wurde.

«Wolfgang Schäuble ist ein Vollblutpolitiker. Er weiß, dass es so, wie es gelaufen ist, nicht in Ordnung war: Im Hinterzimmer ohne Beteiligung der Basis», sagte Stimmenkönigin Zeulner, die das Direktmandat in ihrem Wahlkreis Kulmbach am Sonntag mit 47,8 Prozent der Erststimmen verteidigt hatte. «Das sind Entscheidungsfindungsprozesse wie vor hundert Jahren.» Die Wähler hätten der «Hinterzimmerpolitik» der älteren Generation von Wolfgang Schäuble und anderen Politikern eine Absage erteilt, sagte die 34-Jährige dem BR.

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