Hochwasserschutz in Kulmbach fast fertig: Feierlicher Abschluss der Arbeiten abgesagt

Die Hochwasserschutzmaßnahmen am Weißen Main in der Blaich in Kulmbach sind fertig. Eigentlich hätte das Millionen-Projekt heute (Do) feierlich abgeschlossen werden sollen, mit Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber als Festredner. Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen hat das Wasserwirtschaftsamt Hof die Veranstaltung aber abgesagt.

Der Hochwasserschutz in Kulmbach hat eine lange Tradition. Die Flutmulde stammt aus den 30er-Jahren des vorigen Jahrhunderts, seinerzeit ist auch der Mühlkanal in der Stadt saniert worden, nach einem Jahrhunderthochwasser 1909.

Zuletzt hatte man festgestellt, dass es den Deichen an Standsicherheit mangelt und das ganze System für einen modernen Hochwasserschutz nicht mehr ausreicht. Zum Jahrhundertprojekt Hochwasserschutz in Kulmbach gehört ein neuer Deich an der Flutmulde, eine Hochwasserschutzmauer zur Deicherhöhung, ein Stauraumkanal an der Purbach und ein Schöpfwerk.

Ganz fertig ist der komplette Hochwasserschutz noch nicht. 13 Millionen Euro sind bereits verbaut, insgesamt sollen es gut 20 Millionen Euro werden. Das Geld kommt von der EU, vom Freistaat Bayern und der Stadt Kulmbach.

Laut Wasserwirtschaftsamt muss der Stauraumkanal für den Purbach unterhalb des Klinikums noch fertig gestellt werden und zur Ableitung des Hangwassers oberhalb der Blaich bei Starkregen wird aktuell ein Abfanggraben geplant, der bis 2022 fertig werden soll.