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Bayern-Boss Hoeneß über Assauer: «Sein Wort hat gezählt»

München (dpa/lnw) – Bayern-Boss Uli Hoeneß hat den gestorbenen Rudi Assauer als aufrichtigen Kollegen und Freund gewürdigt. «Rudi war ein Mensch, auf den man sich verlassen konnte. Sein Wort hat gezählt, eine Vereinbarung, die per Handschlag getroffen wurde, hatte Gültigkeit, darauf konnte man sich bei ihm zu hundert Prozent verlassen», sagte der Aufsichtsratvorsitzende der Münchner am Donnerstag. «Natürlich haben wir auch kontrovers diskutiert, aber am Ende konnten wir uns immer in die Augen schauen.»

Assauer, der frühere Manager des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04, war am Mittwoch im Alter von 74 Jahren gestorben. Sein Weg als Vereinsmanager kreuzte sich mit dem von Hoeneß unter anderem, als der FC Bayern am letzten Spieltag der Bundesliga-Saison 2000/2001 den Schalkern in der vierten Minute der Nachspielzeit noch die Meisterschaft wegschnappte, nachdem die Westdeutschen schon im Siegestaumel waren.

«Rudi Assauer war einer der professionellsten Manager in der Geschichte des deutschen Fußballs. Er hat die Bundesliga in seiner Zeit bei Werder Bremen und Schalke 04 geprägt», würdigte Hoeneß. «Bei aller sportlichen Rivalität hatten wir immer größten Respekt voreinander.»

Hoeneß hatte schon am Mittwochabend in der ARD gesagt: «Rudi Assauer war ein richtiger kerniger Typ, der dem Fußball unheimlich gut getan hat.» Er sprach auch über ihr Verhältnis: «Er war ein alter Weggefährte. Wir haben uns viele Schlachten geschlagen, wir haben uns gefetzt und immer gemocht. Wir haben uns aber auch nach den Spielen, wo es hoch hergegangen ist, immer wieder prima verstanden», sagte Hoeneß. «Wir waren auch privat befreundet.»