Holpriger Start der Uni in Kulmbach: Freie Wähler Abgeordneter Rainer Ludwig nimmt Stellung

Dass der Uni Campus Kulmbach als historische Weiterentwicklung für die Stadt erstmal mit genau einem Aufenthaltsraum und ansonsten vielen offenen Fragen startet, ist für die Stadt und für die Uni kein gutes Image. Das ist diese Woche bei einem Baustellengespräch deutlich geworden, bei dem Uni Dekan Stephan Clemens  erklärt hat, dass man sich keinen weiteren Zeitverlust leisten kann.

Das Problem ist, dass weder Uni noch die Stadt Kulmbach am Hebel sitzen, sondern die Staatsregierung, die Bayern Immo und die staatlichen Planer – und dass sich Arbeiten corona-bedingt verzögert haben.

Während Kulmbacher Politiker versuchen anzuschieben, entwickelt sich am Rande ein Streit darüber, wer wann welches Gespräch geführt und welche Impulse gesetzt hat.

Rainer Ludwig, Landtagsabgeordneter der Freien Wähler in Kulmbach, bemängelt, dass das Baustellengespräch von CSU und WGK an einen Termin gesetzt wurde, wo die Landtagsabgeordneten in München bei der Plenarsitzung gebunden waren.

Er wehrt sich in einer persönlichen Stellungnahme gegen den Eindruck, die Abgeordneten setzten sich zu wenig für den Campus ein und zählt etliche die Gespräche und Termine auf, die er in den letzten Wochen wegen des Campus geführt habe. Etwa Bürgermeister Ralf Hartnack verdrehe die Tatsachen, wenn er behaupte, er habe die Landtagsabgeordneten aktiviert. Ludwig kritisiert auch WGK Stadtrat Meile, der der Meinung sei, man habe niemanden, der das Projekt in München antreibe, für Äußerungen des CSU-Vorsitzendem Michael Pfitzner habe er kein Verständnis, so Ludwig.

In der Sache soll es am 24. November einen Runden Tisch im Landtag geben. Für Ludwig sehr spät, er hätte sich einen früheren Termin gewünscht, schreibt er.