Ein Foto des gestorbenen Papstes Benedikt XVI. steht neben einer Kerze., © Marcus Brandt/dpa/Archivbild

Hopfensberger: Viele Erinnerungen an emeritierten Papst

Eine Delegation aus dem Regensburger Heimatbistum des emeritierten Papstes Benedikt XVI. ist zur Trauerfeier nach Rom gereist. Bereits am Mittwoch hätten sie von ihrem Ehrenbürger Abschied genommen, sagte Sebastian Hopfensberger, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Pentling (Landkreis Regensburg). Am aufgebahrten Leichnam seien sie von Georg Gänswein, dem langjährigen Privatsekretär und Vertrauten des emeritierten Papstes, begrüßt worden und hätten eine Weile des Verstorbenen gedacht.

Er selbst verbinde viele Erinnerungen mit dem früheren Papst, erzählt Hopfensberger. Schließlich lebte Benedikt, damals noch Joseph Ratzinger, von 1970 bis 1977 in Pentling, wo er ein Haus gebaut hatte. Ratzinger habe als Dorfpfarrer fungiert und Messen gehalten, so Hopfensberger. Dutzendfach habe er unter Ratzinger ministriert. Mehrere Feuerwehrfahrzeuge habe Ratzinger eingeweiht und sich 1995 an der Spendensammlung für eine neue Kirchenglocke beteiligt und diese dann auch eingeweiht.

Auch als Papst habe Ratzinger weiter eine enge Beziehung zu Pentling gepflegt. Besonders freut sich Hopfensberger, dass er die Gelegenheit gehabt habe, den Papst im Vatikan zu besuchen.

Joseph Ratzinger hatte sich Pentling als Wohnort ausgesucht, während er an der Universität Regensburg als Theologie-Professor lehrte. Als er 1977 Erzbischof von München und Freising wurde und 1982 als Präfekt der römischen Glaubenskongregation nach Rom ging, behielt er sein Wohnhaus in Pentling und verbrachte dort seine Urlaube. 2010, als er bereits seit fünf Jahren als Papst im Amt war, überschrieb er das Haus der Joseph Ratzinger Papst Benedikt XVI.-Stiftung.