© Bernd Wüstneck

Hummeln bestimmen per Telefon

Ebern/Bamberg (dpa/lby) – Die Leitungen des Hummeltelefons in Bayern öffnen wieder. Wer eine Hummel entdeckt, kann ein Foto machen und das Tier von Experten bestimmen lassen. Die Mitmachaktion von Bund Naturschutz (BN) und dem Institut für Biodiversitätsinformation in Ebern (Landkreis Haßberge) startet diesen Sonntag.

Interessierte können ein Foto der Hummel mit dem Fundort und dem Funddatum per WhatsApp oder E-Mail an die Experten schicken. Das Team bestimmt die Art und schickt Informationen zu dem fotografierten Tier. Mehr als 6900 Aufnahmen erreichten das Hummeltelefon vergangenes Jahr. Jeder Hummelfund wird dann auf einer interaktiven Karte eingetragen, um so mehr über die Verbreitung der Arten in Bayern herauszufinden.

In Deutschland gibt es nach Angaben des Bund Naturschutz 41 verschiedene Hummelarten, davon stehen in Bayern 13 Arten auf der Roten Liste. Mit dem Hummeltelefon soll das Bewusstsein für die Tiere und Artenvielfalt gefördert werden. «Nur, was man kennt, wird man auch schützen», erklärte BN-Vorsitzender Richard Mergner in einer Pressemitteilung. «Da Hummeln groß und meist relativ langsam unterwegs sind, lohnt es sich, mit ihnen zu beginnen.»

Auch die Stadt Bamberg will Insekten retten – mit einem Bienenfutterautomat. Ein ehemaliger Kaugummiautomaten gibt für 50 Cent eine Kapsel mit Samen frei. Die Samen für bienenfreundliche Blühpflanzen können im Garten oder in einem Topf auf dem Balkon gesät werden.

© dpa-infocom, dpa:210319-99-883700/2