Hundeattacke auf Neunjährigen: Prozess geht weiter

Wo waren zwei Rottweiler kurz bevor sie einen neunjährigen Jungen angefallen haben? Mit dieser Frage beschäftigt sich heute das Amtsgericht Kulmbach. Die beiden Kampfhunde waren vor knapp zwei Jahren im Kulmbacher Stadtteil Ziegelhütten durch ein offenes Gartentor entkommen und hatten einen vorbeilaufenden Jungen so sehr gebissen, dass der neben Verletzungen an Armen und Beinen auch eine 15 Zentimeter lange Skalpierverletzung am Kopf davontrug. Jetzt muss geklärt werden, ob das Ganze ein unglücklicher Zufall, oder fahrlässige Körperverletzung durch den Hundehalter war.

Beim Prozessauftakt vor zwei Wochen gab der angeklagte Hundehalter an, die Rottweiler seien im Haus gewesen und er könne sich nicht erklären, wie sie in den Garten und dadurch auf die Straße gelangen konnten. Ein Polizist, der als Zeuge geladen war, erklärte dagegen, der Angeklagte hätte bei einer früheren Vernehmung eingeräumt, dass die Tiere im Garten waren.

Die Hunde waren nach dem Vorfall ins Tierheim Bayreuth gebracht worden. Einer von ihnen ist bereits gestorben. Der Hundehalter lebt mittlerweile in Österreich.