Hundeattacke in Kulmbach: Prozessauftakt am Kulmbacher Amtsgericht

Die Attacke von zwei Rottweilern auf einen neunjährigen Jungen in Kulmbach Ziegelhütten vor zwei Jahren wird seit gestern laut Bayerische Rundschau vor dem Amtsgericht Kulmbach aufgearbeitet. Der Bub hatte damals Verletzungen am Rücken, an den Armen und am Kopf erlitten. Die Hunde waren durch ein offenes Hoftor nach draußen gelangt und hatten den Schuljungen angesprungen und mehrfach gebissen, hieß es gestern bei der Beweisaufnahme vor Richterin Tettmann.

Der Anwalt des Hundehalters machte deutlich, für den Zwischenfall könne keiner etwas, gegen seinen Mandanten habe es in Kulmbach eine regelrechte Hetzjagd gegeben, er sei von der Stadt mit Zwangsgeldern bombardiert worden.

Ein Diensthundeführer der Polizei, der die beiden Hunde untersucht hat, nannte sie nicht aggressiv,  allerdings unterfordert und deshalb sei der Beutereiz ausgelöst worden, als der Junge vor den beiden Hunden davongelaufen sei.

Der Hundehalter ist inzwischen nach Österreich gezogen, einer der Hunde ist zwischenzeitlich wegen seines Alters gestorben. Der Prozess soll in zwei Wochen fortgesetzt werden.