HWK Neuausrichtung: Stellungnahme des Vorstands

Nach dem Rücktritt von HWK-Präsident Thomas Zimmer nennt der Vorstand der Kammer diesen Schritt alternativlos, ebenso die Trennung von HWK-Hauptgeschäftsführer Thomas Koller Anfang September.
Man sei „in großer Mehrheit zu der Auffassung gelangt, dass ein Neuanfang sonst nicht möglich gewesen wäre.
Der Vorstand der HWK weist darauf hin, dass diese Entscheidung keine Rückschlüsse auf mögliches Fehlverhalten von Zimmer oder Koller zulasse. Keinem von Beiden werde direkte Veruntreuung oder persönliche Bereicherung vorgeworfen.

Im Nordbayerischen Kurier werden heute Informanten zitiert, die von gravierenden Fehlern und Versäumnissen im System der Kammer sprechen und die Summen nennen. Die Trennung von Geschäftsführer Koller koste die Handwerker 700.000 Euro, hinzu kämen 140.000 Euro Rechtsanwaltskosten und weitere 700.000 Euro, die verschwunden seien.

Sie kritisieren außerdem, dass Ex-HWK-Hauptgeschäftsführer Eggers auch nach seinem Ausscheiden die Fäden in der Kammer in der Hand gehalten und sogar noch ein eigenes Büro gehabt habe.

Man hoffe jetzt, heißt es vom Vorstand, das Vertrauen der Handwerkerschaft zurückzugewinnen und eine Neuausrichtung zu schaffen. Ziel sei weiter, die oberfränkischen Betriebe bestmöglich zu unterstützen.
Bis zur Neuwahl des HWK-Präsidenten am 30. November soll der bisherige Vizepräsident, Matthias Graßmann aus Bamberg, die HWK leiten.