IG BAU appelliert an Reinigungskräfte: Arbeitnehmer sollen keine schlechteren Verträge unterschreiben

Weniger Urlaubstage, gestrichene Zuschläge, Arbeit auf Abruf: Einem Großteil der Reinigungskräfte im Landkreis Kulmbach, Kronach und Lichtenfels drohen ab sofort massive Einbußen. Das berichtet die Gewerkschaft IG BAU und ruft damit gleichzeitig die Beschäftigten dazu auf, das nicht zu akzeptieren.

Aktuell würden viele Chefs ihren Mitarbeitern neue Arbeitsverträge zu deutlich schlechteren Konditionen vorlegen, so Gerald Nicklas von der IG BAU Oberfranken. Diese sollte keiner unterschreiben, sagt er.

Sollten die Arbeitgeber dabei bleiben und die anstehenden Tarifverhandlungen blockieren, so Nicklas, könnten Schulen, Büros und Krankenhäuser schmutzig bleiben – die Friedenspflicht zwischen IG BAU und Arbeitgebern ist Ende Juli ausgelaufen.

Im Landkreis Kulmbach betreffen die schlechteren Arbeitsverträge fast 210 Reinigungskräfte, im Landkreis Kronach sind es genauso viele und 390 Arbeitskräfte im Landkreis Lichtenfels.