Im Oktober wird im Kulmbacher Schlachthof auf Helium umgestellt: Landwirte begrüßen die Pläne

Die Pläne der Stadt Kulmbach, ihren Schlachthof noch in diesem Jahr umbauen zu wollen, begrüßen Landwirte in der Region. Die Betäubung soll noch in diesem Jahr auf Helium umgestellt werden. Bisher werden die Tiere mit CO2 betäubt. Diese Methode war von Tierschützern angeprangert worden. Der Kulmbacher Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes, Wilfried Löwinger, bezeichnet die geplante Betäubung mit Helium heute in der Frankenpost als Fortschritt. Löwinger, selbst Schweinezüchter, bezweifelt aber auch, dass Verbraucher einen höheren Preis dafür zahlen wollen. Helium ist teurer als Kohlendioxid und auch die Betäubung damit ist schwieriger. Deswegen müsse der Schlachthof umgebaut werden, weil Helium leichter ist als Luft. Bisher werden die Schweine in eine mit CO2 gefüllte Grube abgelassen. Im Oktober soll eine neue Helium-Anlage fertig sein, die derzeit vom Max-Rubner-Institut in Kulmbach entwickelt wird.