© Daniel Karmann

Immer weniger weiße Flecken auf Bayerns Internet-Landkarte

München (dpa/lby) – Sieben Jahre nach Beginn der Breitbandförderung sind in Bayern 97,4 Prozent aller Haushalte an schnelles Internet mit mindestens 30 Mbit pro Sekunde angeschlossen. Nach Abschluss der laufenden Projekte rechne er in spätestens zwei bis drei Jahren mit einer Abdeckung von mehr als 99 Prozent der Haushalte, sagte Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU) am Mittwoch in München. Der Ausbau des schnellen Internets sei das «erfolgreichste technische Infrastrukturprojekt» der letzten Jahre.

Im ländlichen Raum seien aktuell 93,2 Prozent der Haushalte an 30-Mbit-Leitungen angeschlossen, sagte Füracker. Vor dem Ausbau 2013 seien dies nur 27 Prozent gewesen. Füracker betonte, dass der Ausbau in Bayern mit Leitungensgeschwindigkeiten von 30 Mbit pro Sekunde aber nicht abgeschlossen sei. Bereits seit einem Jahr könne im Rahmen der Gigabitrichtlinie auch der Glasfaserausbau gefördert werden. Über 600 Gemeinden seien bisher in das neue Förderverfahren eingestiegen. «Unser Ziel bleibt, dass Gigabit in jedem Haus im Freistaat ankommt.»

In Bayern gibt es landesweit rund 6,3 Millionen Haushalte. Im Zuge der Breitbandförderung wurden den Angaben zufolge bisher mehr als 55.000 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Der Freistaat gab dafür rund 1,2 Milliarden Euro aus, die geförderten Kommunen rund 300 Millionen Euro.

Um auch die letzten weißen Flecken auf der Landkarte – in der Regel wenig besiedelte Regionen – auch noch mit schnellem Internet versorgen zu können, appellierte Füracker an die zuständigen Kommunen, die Fördergelder zu beantragen. Ob ein Antrag gestellt werde und wie der Ausbau dann erfolge, habe der Freistaat nicht in der Hand. Zugleich soll das neue Informationsportal «Breitbandwegweiser» allen bei Ausbauproblemen helfen – vom normalen Bürger bis zum Unternehmen. Per E-Mail, Telefon oder Kontaktformular können auch individuelle Fragen gestellt werden.

© dpa-infocom, dpa:210519-99-658888/4