Impfmüdigkeit im Landkreis Kulmbach: Niedrige Inzidenz könnte ein Grund sein

Die Impfmüdigkeit macht sich auch im Landkreis Kulmbach bemerkbar. Im Kulmbacher Impfzentrum bekommen im Schnitt pro Tag nur noch um die 30 Personen ihre erste Impfung. Davor waren es um die 400. Die geringe Impfbereitschaft könnte an der seit Wochen niedrigen Inzidenz im Landkreis liegen aber auch an den bevorstehenden Sommerferien, heißt es aus dem Impfzentrum.

Die Erstimpfquote stagniert fast, bei um die 63 Prozent und die für die Zweitimpfungen liegt bei fast 49 Prozent. Allerdings spiegeln die Zahlen nicht exakt den Impffortschritt im Landkreis wider, sagt Oliver Hempfling im Radio Plassenburg-Gespräch.

Grundlage für die Impfquote sei die komplette Bevölkerung im Landkreis Kulmbach, sagt der Leiter des Kulmbacher Krisenstabs. Dadurch würden auch Kinder unter zwölf Jahren dazu zählen, die aktuell noch nicht geimpft werden dürfen. Die Impfungen der Betriebsärzte gehe auch nicht in die Impfquote mit rein. Würde man diese beiden Punkte beachten, liege die Quote bei den Erstimpfungen bei um die 70 Prozent, so Hempfling abschließend.