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Impfstartpanne in Oberfranken: Corona-Impfstoff offenbar in Camping-Kühlbox transportiert

Nach der Panne zum Impfstart in weiten Teilen Oberfrankens kommt jetzt ein schockierendes Detail ans Tageslicht. Der Corona-Impfstoff ist nach Oberfranken mit einer ganz normalen Camping-Kühlbox transportiert worden. Das hat der Spiegel recherchiert. Das Gesundheitsministerium wies Kritik zurück, wonach die verwendeten Boxen nicht für den Impfstoff geeignet seien. Die Boxen seien nur für den kurzen Transport zwischen Impfzentren und Alten- und Pflegeheimen gedacht, betonte ein Sprecher. Für den Transport von den Impfstofflagern zu den Impfzentren seien die Camping-Kühlboxen nicht vorgesehen, hieß es weiter. Dafür gebe es eigene Transport- und Kühltechnik, die ein Logistikdienstleister übernehme. Doch bei den allerersten Lieferungen habe Bayern nur sehr wenig Impfstoff bekommen. Den Transport habe der Dienstleister nicht übernehmen können. Aus diesem Grund seien die Camping-Kühlboxen «außerplanmäßig» doch eingesetzt worden. Die richtige Temperatur sei dabei aber immer überprüft worden, so der Sprecher. Die Pannen beim Transport und der Kühlung des Impfstoffs in Oberfranken sind laut Ministerium durch Handhabungsfehler passiert. «Die Kühlboxen selbst haben nach allen vorliegenden Erkenntnissen einwandfrei funktioniert», hieß es.